Die Alzeyer Delegation im Herzen der Partnerstadt Rechnitz in Österreich. Foto: Stadtverwaltung Alzey

Eine 25-köpfige Delegation aus Alzey hat Ende April die österreichische Partnerstadt Rechnitz besucht. Anlass der Reise war das 45-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen den beiden Kommunen. Mit dabei waren neben Bürgermeister Steffen Jung auch Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Vereinen und Bürgerschaft.

Die Delegation wurde von Bürgermeister Martin Kramelhofer und zahlreichen Gästen in Rechnitz empfangen. Bereits der Besuch der traditionellen Maifeier markierte den Auftakt eines Wochenendes im Zeichen der gelebten Partnerschaft.

Vielfältiges Programm zwischen Kultur und Begegnung

Das Besuchsprogramm bot Einblicke in Geschichte, Kultur und Alltag der burgenländischen Gemeinde. Eine kulturhistorische Führung vermittelte Eindrücke zur Ortsgeschichte, bevor die Gäste am Badesee beim „Frühstück im Grünen“ zusammenkamen. Anschließend standen Aktivitäten in der Naturarena auf dem Programm, darunter Klettern, Kanufahren und Bogenschießen.

Weitere Programmpunkte führten die Delegation in das Landtechnikmuseum nach St. Michael sowie in das Heimatmuseum Moschendorf. Der erste Tag klang bei einem gemeinsamen Abendessen im Gasthaus Cserer aus.

Am Samstag stand der offizielle Festakt zum 45-jährigen Jubiläum im Mittelpunkt. Im voll besetzten Gemeinderatssaal wurde die Partnerschaft feierlich gewürdigt, begleitet von musikalischen Beiträgen sowie Auftritten von Schülerinnen und Schülern der Naturparkvolksschule Rechnitz. Im Anschluss wurde beim Weinfrühling mit offenen Kellertüren weiter gefeiert, bevor der Abend in einer Buschenschenke ausklang.

Partnerschaft als gelebte Verbindung

Bürgermeister Steffen Jung betonte beim Festakt die Bedeutung der Städtepartnerschaft. „Wir kommen nicht als Gäste. Wir kommen als Freunde“, sagte er mit Blick auf die jahrzehntelange Verbindung zwischen den beiden Städten. Die Partnerschaft wurde 1981 von seinem Vorgänger Walter Zuber begründet.

In seiner Rede hob Jung hervor, dass Städtepartnerschaften gerade in der heutigen Zeit an Bedeutung gewinnen. Sie stünden für Begegnung und Zusammenhalt statt Abgrenzung und Konflikt.

Als Zeichen der Verbundenheit überreichte die Delegation aus Alzey eine Parkbank als Symbol für Begegnung und Austausch. Bereits vor fünf Jahren hatten beide Städte gemeinsam eine Platane gepflanzt, die das Wachstum der Partnerschaft sinnbildlich unterstreicht.

Blick in die Zukunft der Partnerschaft

Bereits während des Besuchs wurde der Blick auf kommende Begegnungen gerichtet. So ist für 2028 ein Gegenbesuch aus Rechnitz in Alzey geplant. Weitere Treffen sollen in den darauffolgenden Jahren folgen. Höhepunkt soll das 50-jährige Jubiläum der Partnerschaft im Jahr 2031 sein, das gemeinsam in Alzey gefeiert werden soll.

Die Städtepartnerschaft zwischen Alzey und Rechnitz gilt als Beispiel für eine über Jahrzehnte gewachsene kommunale Freundschaft, die durch persönliche Begegnungen und regelmäßigen Austausch lebendig gehalten wird.

Text: LC/Redaktion Die Knipser/Stadtverwaltung Alzey