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88 geförderte Wohnungen: In Alzey entstehen die neuen „Nibelungenhöfe“

88 geförderte Wohnungen: In Alzey entstehen die neuen „Nibelungenhöfe“
ABG-Geschäftsführer Volker Riedel, Bürgermeister Steffen Jung und Christoph Aßmuß begleiten den Start des Projekts „Nibelungenhöfe“. Im Alzeyer Osten entstehen bis 2028 insgesamt 88 öffentlich geförderte Wohnungen. Foto: Stadtverwaltung Alzey

Im Alzeyer Osten entsteht in den kommenden Jahren ein neues Wohnquartier mit 88 öffentlich geförderten Wohnungen. Für die sogenannten „Nibelungenhöfe“ werden derzeit die bisherigen Gebäude in der Siegfried- und Kriemhildenstraße zurückgebaut. Neben barrierefreiem Wohnraum sind ein begrünter Innenhof, Gemeinschaftsangebote, eine Sozialstation und neue Mobilitätsangebote vorgesehen. Die Fertigstellung ist für 2028 geplant.

Mit einer Fläche von rund 9.400 Quadratmetern handelt es sich nach Angaben der Alzeyer Baugesellschaft (ABG) um deren bislang größtes Wohnbauprojekt. Geplant ist eine Blockrandbebauung mit einem gemeinschaftlich nutzbaren Innenhof.

Von den insgesamt 88 Wohnungen entstehen 45 als Sozialmietwohnungen. Weitere 43 Wohnungen sind für Menschen mit mittleren Einkommen vorgesehen. Geplant sind Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen für unterschiedliche Altersgruppen und Lebenssituationen.

Alle Wohnungen werden barrierefrei

Sämtliche Wohnungen sollen barrierefrei errichtet werden, neun davon zusätzlich rollstuhlgerecht. Jede Wohnung erhält außerdem einen Balkon oder eine Terrasse.

Gebaut wird in serieller und modularer Bauweise mit Stahlbetonfertigteilen. Dabei arbeitet die ABG wie bereits beim Projekt Alte Stadtgärtnerei mit dem Bauunternehmen Goldbeck zusammen.

Im Mittelpunkt des Quartiers soll ein begrünter Innenhof stehen. Vorgesehen sind dort Bäume und Ruhebereiche sowie ein Demenzgarten, barrierefreie Hochbeete und ein Mehrgenerationenspielplatz.

Auch ein gemeinsamer Bewohnertreff ist geplant. Dafür soll eine Vier-Zimmer-Wohnung im Erdgeschoss mit Terrasse als möblierter Gemeinschaftsraum zur Verfügung gestellt werden. Wie dieser genutzt wird, sollen die künftigen Bewohner selbst mitgestalten können.

Pflegeangebot direkt im Quartier

Zum Konzept gehört außerdem eine Sozialstation der AWO, die häusliche Alten- und Krankenpflege vor Ort anbieten soll. Auch ein Büro des AWO-Betreuungsvereins ist vorgesehen. Damit sollen insbesondere ältere Bewohner Unterstützung erhalten, um möglichst lange selbstständig in der eigenen Wohnung leben zu können.

Ergänzt wird das Angebot durch Carsharing sowie eine Bikesharingstation.

Baumaterial der alten Gebäude wird wiederverwendet

Bevor die Neubauten entstehen können, werden derzeit die alten Einfachbauten in der Siegfried- und Kriemhildenstraße abgerissen. Eine wirtschaftlich sinnvolle Modernisierung der bestehenden Gebäude war nach Angaben der ABG aufgrund ihres baulichen und energetischen Zustands nicht mehr möglich.

Die früheren Bewohner waren bereits im September 2024 über die Planungen informiert worden. Nach Angaben der ABG wurden anschließend gemeinsam mit ihnen alternative Wohnmöglichkeiten gesucht.

Beim Rückbau soll ein Teil des vorhandenen Materials direkt für das neue Quartier wiederverwendet werden. Die beauftragte Aßmuß Bau GmbH trennt die Baustoffe. Mineralischer Bauschutt wird aufbereitet und soll als geprüfter Sekundärbaustoff zur Verfüllung der Kellerbereiche der Neubauten eingesetzt werden. Dadurch sollen Transporte reduziert und Rohstoffe eingespart werden.

Fertigstellung für 2028 geplant

Bürgermeister und ABG-Aufsichtsratsvorsitzender Steffen Jung sieht in den Nibelungenhöfen einen wichtigen Baustein für die Entwicklung des Alzeyer Ostens. Das Projekt verbinde bezahlbaren und barrierefreien Wohnraum mit generationenübergreifenden Angeboten, neuen Mobilitätsmöglichkeiten und Nachhaltigkeitsaspekten.

Bis 2028 soll das neue Quartier vollständig fertiggestellt sein.

Text: LC/ Redaktion Die Knipser · Quelle: Stadtverwaltung Alzey