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Alzeyer Weinkönigin Anna I.: Die ersten Wochen zwischen Krone, Winzerfest und neuen Begegnungen

Alzeyer Weinkönigin Anna I.: Die ersten Wochen zwischen Krone, Winzerfest und neuen Begegnungen
Seit ihrer Krönung beim Alzeyer Winzerfest hat Weinkönigin Anna I. bereits zahlreiche Termine absolviert. In ihrer zweijährigen Amtszeit möchte die 21-Jährige das Amt sichtbarer machen und die Zusammenarbeit mit den Winzern der Region stärken. Foto: nb.fotografie

Die Krone sitzt, die ersten Termine liegen hinter ihr – und an den neuen Alltag als Alzeyer Weinkönigin hat sich Anna Sträter inzwischen gewöhnt. Seit ihrer Krönung beim Winzerfest im September 2026 hat die 21-Jährige bereits einiges erlebt: vom Bierfassanstich über eine Weinprobe mit Jean-Claude Juncker bis zum Besuch des Ingelheimer Rotweinfestes.

Schon der Start in ihre zweijährige Amtszeit hatte es in sich. Am Winzerfestfreitag wurde Anna Sträter auf der Wein- und Sektterrasse zur neuen Alzeyer Weinkönigin gekrönt. Danach ging es praktisch ohne Pause weiter.

„Darauf kannst du dich nicht wirklich vorbereiten. Das ist ein Sprung ins kalte Wasser“, beschreibt Anna I. die ersten Tage. Zwar kannte sie das Alzeyer Winzerfest bereits als Besucherin und Helferin hinter den Kulissen. Als Repräsentantin der Stadt erlebte sie das Fest jedoch aus einer völlig neuen Perspektive.

Kinder sorgen für einen besonderen Moment

Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr der Freisaftausschank für Kinder auf dem Roßmarkt. Die Reaktionen auf die Weinkönigin mit Krone hätten ihr gezeigt, welche Bedeutung das Amt gerade für die jüngeren Besucher haben kann.

„Die leuchtenden Kinderaugen, wenn sie die Krone sehen, ein bisschen Ehrfurcht und die vielen Fotos mit einer echten Königin – das war schon super schön“, erzählt die 21-Jährige.

Auch vor dem traditionellen Bierfassanstich im Rheinhessendorf hatte Anna I. zunächst Respekt. Die Premiere gelang – und wurde damit zu einem weiteren der vielen ersten Male während ihres Winzerfestes.

Weinprobe mit Jean-Claude Juncker bleibt in Erinnerung

Zu den außergewöhnlichsten Begegnungen gehörte für die neue Weinkönigin die Weinprobe mit Jean-Claude Juncker. Der frühere Präsident der Europäischen Kommission wurde beim diesjährigen Winzerfest mit der Georg-Scheu-Plakette ausgezeichnet.

Welche Besonderheit diese Begegnung für sie hatte, sei ihr erst einige Tage später richtig bewusst geworden. „Erst eine Woche später hatte ich die Ruhe, es sacken zu lassen – und dann erst habe ich wirklich gemerkt, wie besonders es ist, mit solchen Persönlichkeiten an einem Tisch zu sitzen und ins Gespräch zu kommen.“

Beim Rotweinfest erstmals selbst zu Gast

Nach den intensiven Tagen in Alzey folgte bereits der nächste Termin: Anna I. besuchte das Ingelheimer Rotweinfest. Dort konnte sie erstmals erleben, wie es sich anfühlt, als Weinkönigin bei einem anderen Fest zu Gast zu sein.

Besonders positiv habe sie die Gemeinschaft unter den Weinrepräsentanten der Region wahrgenommen. „Die sind wie eine große Familie. Viel Respekt, viel Spaß, sehr offen“, beschreibt Anna I. ihre ersten Erfahrungen.

Dieses Netzwerk möchte sie während ihrer Amtszeit weiter ausbauen. Rund 30 Pflichttermine stehen pro Jahr auf dem Programm, hinzu kommen weitere Veranstaltungen. Zu ihren nächsten Stationen gehören unter anderem der Gau-Odernheimer Markt und die Markteröffnung in Nieder-Hilbersheim.

Anna I. will das Amt moderner und sichtbarer machen

Für ihre zweijährige Amtszeit hat die Alzeyerin bereits eigene Vorstellungen. Sie möchte die Zusammenarbeit mit den örtlichen Winzern intensivieren und gleichzeitig zeigen, was hinter dem Amt einer Weinkönigin steckt.

„Ich bin Repräsentantin für die Menschen, unsere Stadt und natürlich auch für die Winzerinnen und Winzer“, sagt Anna I. Auch über soziale Medien und gemeinsame Projekte mit anderen Weinhoheiten möchte sie Alzey und die Region stärker präsentieren.

Dabei will sie mit traditionellen Vorstellungen vom Amt spielen. „Es muss nicht immer das Kleidchen sein. Ich will zeigen, wie cool das Amt eigentlich ist und welche Möglichkeiten es bietet. Nicht nur für einen selbst, sondern eben auch für unsere Stadt und die Region.“

Ein eigenes Weingut sei keine Voraussetzung, um Alzeyer Weinkönigin zu werden. Entscheidend seien für sie vielmehr Interesse am Wein, Offenheit für neue Begegnungen und die Freude daran, die Stadt zu vertreten.

Die ersten Wochen beschreibt Anna I. als „positiven Stress“. Viele Situationen waren Premieren – und haben der 21-Jährigen bereits einige Erinnerungen beschert. In den kommenden zwei Jahren dürften noch zahlreiche weitere hinzukommen.

Text: LC/ Redaktion Die Knipser · Quelle: Stadtverwaltung Alzey