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Bis zu 8.000 Liter pro Stunde: Bundeswehr übt Trinkwasseraufbereitung in Gimbsheim

Bis zu 8.000 Liter pro Stunde: Bundeswehr übt Trinkwasseraufbereitung in Gimbsheim
Am Pfarrwiesensee in Gimbsheim trainierte das ABC-Abwehrregiment 750 „Baden“ im Rahmen der Großübung „Badischer Sturm 2026“ die mobile Trinkwasseraufbereitung unter einsatznahen Bedingungen. Foto: Freiwillige Feuerwehr VG Eich

Eine mobile Anlage, die bis zu 8.000 Liter Wasser pro Stunde aufbereiten kann, war Mitte September am Pfarrwiesensee in Gimbsheim im Einsatz. Vom 16. bis 19. September 2026 trainierte dort das ABC-Abwehrregiment 750 „Baden“ der Bundeswehr im Rahmen der Großübung „Badischer Sturm 2026“.

Bei dem mehrtägigen Übungsabschnitt stand die mobile Trinkwasseraufbereitung unter einsatznahen Bedingungen im Mittelpunkt. Die Soldaten trainierten dabei nicht nur die eigentliche Gewinnung und Aufbereitung von Wasser, sondern auch die Einrichtung des Standortes, die Wasserentnahme, den Betrieb und die Überwachung der Anlage sowie die notwendige Logistik.

Die eingesetzte Anlage arbeitet nach dem Prinzip der Umkehrosmose und kann nach Angaben der Feuerwehr bis zu 8.000 Liter Wasser pro Stunde aufbereiten. Solche mobilen Systeme sollen die Versorgung mit Trinkwasser ermöglichen, wenn vorhandene Versorgungsstrukturen nicht genutzt werden können.

Feuerwehr informiert sich über Technik

Auch Führungskräfte der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Eich nutzten die Gelegenheit, sich die Anlage und deren Arbeitsweise anzusehen. Wehrleiter Stefan Ritter sowie Vertreter der Wehrleitung und der Wehrführungen besuchten die Einheit am Pfarrwiesensee.

Dabei ging es auch um mögliche Berührungspunkte zwischen militärischer und ziviler Gefahrenabwehr, etwa bei der Wasserversorgung, Logistik und Bewältigung außergewöhnlicher Einsatzlagen.

„Der Austausch mit anderen Organisationen innerhalb der Gefahrenabwehr ist für den Brand- und Katastrophenschutz besonders wichtig“, erklärte Wehrleiter Stefan Ritter.

Eine persönliche Verbindung zur eingesetzten Einheit hat der stellvertretende Wehrleiter und Wassermeister Thorsten Weimper. Während seiner Bundeswehrzeit gehörte er selbst dieser Trinkwasseraufbereitungseinheit an. Für ihn sei es besonders interessant gewesen, die Einheit erneut im Einsatz zu sehen und die Weiterentwicklung von Technik und Verfahren zu verfolgen.

Vier Tage Übungsbetrieb am Pfarrwiesensee

Für die Ortsgemeinde Gimbsheim war Ortsbürgermeister Matthias Klös während der vier Übungstage Ansprechpartner der Bundeswehr. Er koordinierte die Abstimmung zwischen der Gemeinde und den für den Übungsabschnitt verantwortlichen Kräften.

„Für unsere Gemeinde war es etwas Besonderes, Teil einer solchen groß angelegten Bundeswehrübung zu sein“, sagte Klös. Die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Bundeswehr sei unkompliziert und professionell verlaufen.

Am 19. September endete der Übungsabschnitt am Pfarrwiesensee. Die Trinkwasseraufbereitungsanlage wurde vollständig zurückgebaut und das Material für die weitere Verlegung vorbereitet. Anschließend kehrte die Einheit in einen vorgesehenen Verfügungsraum zurück, von dem aus die Großübung „Badischer Sturm 2026“ fortgesetzt wurde.

Text: LC/ Redaktion Die Knipser · Quelle: Freiwillige Feuerwehr VG Eich

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Foto: Freiwillige Feuerwehr VG Eich