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Blick zum Himmel lohnt sich: Sonnenfinsternis und Perseiden treffen auf gute Bedingungen

Blick zum Himmel lohnt sich: Sonnenfinsternis und Perseiden treffen auf gute Bedingungen
Gleich zwei Himmelsschauspiele stehen bevor: Am Mittwochabend verdeckt der Mond einen großen Teil der Sonne, in der anschließenden Nacht erreichen die Perseiden ihren Höhepunkt. Bei weitgehend klarem Himmel stehen die Chancen auf gute Sicht vielerorts günstig. Symbolfoto: Pixabay

Für Himmelsbeobachter steht ein besonderer Mittwoch bevor: Am Abend ist über Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis zu beobachten, wenige Stunden später erreichen die Perseiden ihren Höhepunkt. Die Wetterbedingungen dürften in weiten Teilen Deutschlands mitspielen – vielerorts wird ein klarer oder nur leicht bewölkter Himmel erwartet.

Ein Hochdruckgebiet sorgt derzeit für stabiles und überwiegend trockenes Wetter. Lediglich im äußersten Norden können am Abend einige hohe Schleierwolken aufziehen. Auch in Richtung Alpen besteht nur ein geringes Risiko für einzelne Schauer. Damit stehen die Chancen gut, das seltene Himmelsschauspiel beobachten zu können.

Bis zu 90 Prozent der Sonne werden verdeckt

Je nach Standort beginnt die partielle Sonnenfinsternis in Deutschland gegen 19.15 Uhr. Dabei schiebt sich der Mond zwischen Erde und Sonne und verdeckt nach und nach einen großen Teil der Sonnenscheibe.

In Deutschland können dabei regional etwa 85 bis 90 Prozent der Sonne vom Mond bedeckt werden. Der Höhepunkt wird ungefähr zwischen 20 und 20.15 Uhr erwartet. Anschließend verschwindet die Sonne je nach Standort zwischen etwa 20.30 und 21 Uhr am Horizont.

Wer das Ereignis verfolgen möchte, sollte sich einen Beobachtungsplatz mit möglichst freiem Blick in Richtung Westen bis Nordwesten suchen. Da die Sonne zu diesem Zeitpunkt bereits sehr tief steht, können Gebäude, Bäume oder andere Hindernisse die Sicht schnell versperren. Anhöhen und freie Flächen bieten daher besonders gute Voraussetzungen.

Sonnenfinsternis niemals ohne Schutz beobachten

Besonders wichtig ist der richtige Schutz der Augen. Ein direkter Blick in die Sonne kann schwere und dauerhafte Augenschäden verursachen. Auch eine gewöhnliche Sonnenbrille bietet keinen ausreichenden Schutz.

Zur direkten Beobachtung sollte ausschließlich eine dafür geeignete Sonnenfinsternisbrille verwendet werden. Selbst gebastelte Filter oder andere vermeintliche Hilfsmittel sind nicht geeignet.

Eine Alternative ist die indirekte Beobachtung beispielsweise mithilfe einer Lochkamera. Dabei wird nicht direkt in die Sonne geschaut, sondern deren Abbild auf eine Fläche projiziert.

Nach der Sonnenfinsternis kommen die Perseiden

Nach Sonnenuntergang lohnt es sich, noch etwas länger unter freiem Himmel zu bleiben. In der anschließenden Nacht erreicht der Sternschnuppenstrom der Perseiden seinen Höhepunkt.

Die besten Beobachtungschancen bestehen etwa zwischen 23 Uhr und 4 Uhr morgens. Unter optimalen Bedingungen können theoretisch bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde sichtbar werden. Wie viele tatsächlich mit bloßem Auge zu erkennen sind, hängt allerdings stark vom Standort, der Lichtverschmutzung und den Sichtbedingungen ab.

Besonders günstig ist in diesem Jahr der Neumond. Dadurch stört kein helles Mondlicht die Beobachtung der Sternschnuppen.

Wer möglichst viele Perseiden entdecken möchte, sollte einen dunklen Platz außerhalb stark beleuchteter Ortschaften aufsuchen und den Augen etwas Zeit geben, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen.

In Spanien wird die Sonne vollständig verdeckt

Während die Sonnenfinsternis von Deutschland aus nur partiell zu sehen ist, kann das Ereignis in Teilen Spaniens als totale Sonnenfinsternis erlebt werden. Auch auf Mallorca und weiteren Balearen-Inseln verläuft die Totalitätszone.

Bei einer totalen Sonnenfinsternis wird die Sonne für kurze Zeit vollständig vom Mond verdeckt. Der Kernschatten bewegt sich dabei mit hoher Geschwindigkeit über die Erdoberfläche, sodass die vollständige Verdunkelung an einem einzelnen Standort lediglich wenige Minuten dauert.

Für Deutschland bleibt es am Mittwoch bei einer partiellen Finsternis – mit einer Bedeckung von bis zu rund 90 Prozent dennoch ein außergewöhnliches Ereignis. Zusammen mit dem Höhepunkt der Perseiden bietet die Nacht gleich zwei gute Gründe, den Blick zum Himmel zu richten.

Text: MM/ Redaktion Die Knipser