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DTM-Titelkampf spitzt sich zu: Nürburgring wird zur Bewährungsprobe

DTM-Titelkampf spitzt sich zu: Nürburgring wird zur Bewährungsprobe
Beim sechsten von acht DTM-Wochenenden geht die Titeljagd am Nürburgring in die entscheidende Phase. Spitzenreiter Maro Engel reist mit 21 Punkten Vorsprung an – doch gleich mehrere Verfolger machen Druck. Foto: ADAC e.V.

Die DTM biegt auf die Zielgerade ein – und der Kampf um den Titel wird immer spannender. Beim sechsten von insgesamt acht Rennwochenenden gastiert die Rennserie vom 14. bis 16. August am Nürburgring. An der Spitze steht derzeit Maro Engel im Mercedes-AMG. Doch sein Vorsprung von 21 Punkten ist alles andere als ein sicheres Polster.

Achtmal wechselte die Tabellenführung in dieser Saison bereits. Mit Nicki Thiim, Lucas Auer und Thomas Preining sitzen dem Spitzenreiter gleich drei hochkarätige Verfolger im Nacken. Wie eng das Feld beieinanderliegt, zeigt auch die Meisterschaftstabelle: Unter den ersten acht Fahrern finden sich gleich sieben verschiedene Hersteller.

Engel geht dennoch mit viel Selbstvertrauen in das Wochenende. Der Mercedes-AMG-Pilot gehört seit dem Saisonauftakt zur Spitzengruppe und überzeugt vor allem durch seine Konstanz. Durchschnittlich sammelte er bislang 29 Punkte pro Rennwochenende. Auch am Nürburgring hat der Routinier gute Erinnerungen: In diesem Jahr konnte er dort bereits beim ADAC Ravenol 24h Nürburgring triumphieren.

„Es ist kein Geheimnis, dass der Nürburgring eine meiner Lieblingsstrecken ist“, sagt Engel. Die vielen Fans machten jedes Rennen zu einem Spektakel. Gleichzeitig weiß der Tabellenführer, dass seine Position nur eine Momentaufnahme ist: „Wir denken von Rennen zu Rennen und wollen uns stetig verbessern. Denn die Konkurrenz schläft nicht.“

Thiim will zurück an die Spitze

Besonders unter Druck steht Nicki Thiim. Der Däne verlor nach dem Rennwochenende in Oschersleben die Tabellenführung und reist nun als Gesamtzweiter mit seinem Aston Martin Vantage GT3 in die Eifel.

Für Thiim ist die Ausgangslage dennoch eine Erfolgsgeschichte. „Dass wir als Tabellenzweiter zum Nürburgring reisen und überhaupt über den Titel sprechen können, ist etwas, wovon wir vor der Saison geträumt haben“, erklärt der Aston-Martin-Pilot.

Auch Lucas Auer darf den Titelkampf noch nicht abschreiben. Der Österreicher startete mit drei Podestplätzen in den ersten drei Läufen furios in die Saison, wartet inzwischen aber auf das nächste Erfolgserlebnis. Am Nürburgring braucht Auer deshalb dringend ein Top-Ergebnis, um den Anschluss an die Spitze zu halten.

Mit besonderem Rückenwind kommt dagegen Mirko Bortolotti in die Eifel. Der Italiener schrieb zuletzt in Oschersleben DTM-Geschichte: Er feierte den weltweit ersten Rennsieg des neuen Lamborghini Temerario GT3.

Engelhart gibt Comeback

Für einen weiteren Hingucker sorgt das Comeback von Christian Engelhart. Der Starnberger kehrt in die DTM zurück und ersetzt beim TGI Team by GRT den verletzten Maximilian Paul im Lamborghini.

Auch Thomas Preining will beim Heimspiel seines Teams Manthey nachlegen. Der Porsche-Pilot überzeugte zuletzt in Oschersleben und gehört ebenfalls zum Kreis der Titelanwärter. Auf seinen ersten DTM-Sieg am Nürburgring wartet der 28-Jährige allerdings noch.

„Wir gehen hochmotiviert in unser Heimspiel und wollen vor unseren Fans an die Leistung des letzten Rennwochenendes anknüpfen“, kündigt Preining an. Sein Ziel ist klar: „Es wird langsam Zeit, den ersten DTM-Sieg für Porsche am Nürburgring zu holen.“

Mehr als nur DTM

Auch abseits des Titelkampfs ist am Nürburgring einiges geboten. Neben der DTM gehen die ADAC GT4 Germany, der BMW M2 Cup und der Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland an den Start. Nostalgiker dürfen sich zudem auf Showfahrten mit legendären Fahrzeugen aus vier Jahrzehnten DTM-Geschichte freuen.

Am Freitagabend steht ab 18.30 Uhr der DTM Kart Grand Prix auf der Ring-Kartbahn auf dem Programm. Am Samstag folgt ab 15 Uhr im RaceRoom SimRaceCafé das Finale der DTM eSports Championship. Am Abend geht es auf der Start-Ziel-Geraden beim Wettbewerb „DTM-Trucks Go and Stop“ ungewöhnlich groß zur Sache.

Für Motorsportfans dürfte sich der Weg in die Eifel also gleich mehrfach lohnen. Tickets sind ab 49 Euro erhältlich. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt. Die Rennen werden zudem am Samstag und Sonntag ab 13 Uhr live im Free-TV übertragen.

Text: ML/Redaktion Die Knipser · Quelle: ADAC e.V.

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Fotos: ADAC e.V.