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Ehrenamt in Wormser Kinderwohngruppe: Nina Bassemir sammelt Erfahrungen fürs Berufsleben

Ehrenamt in Wormser Kinderwohngruppe: Nina Bassemir sammelt Erfahrungen fürs Berufsleben
Neben ihrer Ausbildung zur Erzieherin engagiert sich die 20-jährige Nina Bassemir ehrenamtlich in einer Kinderwohngruppe des Kinder- und Jugendhilfezentrums St. Marien in Worms. Dort unterstützt sie die Fachkräfte und begleitet die Kinder im Alltag. Foto: Caritasverband Worms e.V./Sandra König

Theorie in der Schule und praktische Erfahrungen in der Kinder- und Jugendhilfe: Die 20-jährige Nina Bassemir engagiert sich neben ihrer Ausbildung zur Erzieherin ehrenamtlich im Kinder- und Jugendhilfezentrum St. Marien des Caritasverbands Worms. Rund dreimal im Monat unterstützt sie dort die Fachkräfte einer Kinderwohngruppe.

Begonnen hat ihr Engagement mit einem Praktikum im Herbst 2024. In der Wohngruppe leben acht Kinder im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren, die aus unterschiedlichen Gründen nicht bei ihren Familien leben können. St. Marien bietet ihnen ein Zuhause und begleitet sie auf ihrem weiteren Weg.

Bassemir ist überwiegend am Wochenende vor Ort. Unter der Woche absolviert sie ihre Erzieherausbildung an der Karl-Hoffmann-Schule in Worms und hat inzwischen ihr Anerkennungsjahr in einer Kindertagesstätte begonnen.

Unterstützung im Alltag der Kinder

In St. Marien hilft die 20-Jährige bei ganz unterschiedlichen Aufgaben. Sie unterstützt die Kinder bei den Hausaufgaben, begleitet sie beim gemeinsamen Kochen und Tischdecken und gestaltet Freizeitangebote. Auch Spiele, Ausflüge oder ein gemeinsamer Einkauf gehören dazu.

Mittlerweile kennt Bassemir die Kinder gut. Gleichzeitig kann sie das Wissen aus ihrer Ausbildung unmittelbar in der Praxis anwenden. „Ich kann ganz viele Erfahrungen mit den verschiedenen Altersstufen sammeln und das Gelernte aus der Schule direkt praktisch umsetzen“, sagt sie.

Dabei habe sie auch festgestellt, dass sie im Umgang mit den Kindern deutlich selbstbewusster geworden sei. Vieles könne ein Lehrbuch allein nicht vermitteln.

Ehrenamtliche arbeiten eng mit Fachkräften zusammen

Für das Kinder- und Jugendhilfezentrum ist die Unterstützung ebenfalls wertvoll. Angelika Weinkötz, Fachbereichsleiterin des Kinder- und Jugendhilfezentrums St. Marien, bezeichnet Bassemirs pädagogische Vorerfahrung als Bereicherung für die Wohngruppe.

Gleichzeitig betont sie, dass ehrenamtliche Arbeit in der Kinder- und Jugendhilfe besondere Anforderungen mit sich bringt. Die Ehrenamtlichen würden deshalb nicht auf sich allein gestellt, sondern arbeiteten eng mit den hauptamtlichen Fachkräften zusammen.

Vorausgesetzt werden unter anderem ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis sowie die Einhaltung von Schweigepflicht und Datenschutz. Entscheidend sei außerdem die richtige Motivation.

„Wer sich bei uns engagiert, sollte das aus Freude und Spaß an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen tun, nicht aus Mitleid“, erklärt Weinkötz.

Vom Ehrenamt möglicherweise in den Beruf

Für Bassemir ist ihr Engagement inzwischen mehr als eine Ergänzung ihrer Ausbildung. Sie kann sich vorstellen, nach ihrem Abschluss auch beruflich in diesem Bereich tätig zu werden und damit vom Ehrenamt ins Hauptamt zu wechseln.

Das Kinder- und Jugendhilfezentrum St. Marien am Willy-Brandt-Ring bildet die organisatorische Zentrale der Kinder- und Jugendhilfe des Caritasverbands Worms. Im Haupthaus können bis zu 27 Kinder und Jugendliche in drei Wohngruppen leben. Hinzu kommen unter anderem Tagesgruppen, betreutes Wohnen, ambulante Hilfen und weitere Wohnangebote.

Insgesamt sind nach Angaben des Caritasverbands 62 Fach- und Hilfskräfte verschiedener Disziplinen in der Kinder- und Jugendhilfe tätig.

Text: LC/ Redaktion Die Knipser · Quelle: Caritasverband Worms e. V.

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Foto: Caritasverband Worms e.V./Horst Stange