Foto: Frank Schumann

Am Sonntag, 23. November, feierte die Sinfonietta Worms ihr zehnjähriges Jubiläum im WORMSER mit einem erlesenen sinfonischen Programm. Anlässlich der Verabschiedung von Reinhard Volz als langjährigem Leiter der Lucie-Kölsch-Musikschule im Jahr 2015 formierte sich ein Orchester aus aktuellen und ehemaligen Schülern, darunter zahlreiche Musiker, die bereits in Berufsorchestern tätig waren. Aus diesem Orchesterprojekt entstand die Sinfonietta Worms, die zu einer musikalischen Heimat für viele begeisterte Musiker wurde.

Für das Jubiläumskonzert hatte Reinhard Volz, der seit der offiziellen Gründung das Ensemble leitet, ein beachtliches Orchester zusammengestellt. Mit gewohnter Ausdauer, Akribie und Leidenschaft wählte er Musiker aus und konzipierte ein Programm, das den Anlass würdigte. Die gründliche Probenarbeit und die daraus resultierende Präzision war vom ersten Takt an zu spüren.

Eröffnet wurde das Konzert mit Robert Schumanns Ouvertüre zu „Manfred“, einem dramatischen Gedicht des englischen Romantikers Lord Byron. Das Orchester meisterte mit viel Verve und einem strahlenden Tuttiklang die packende Ouvertüre, die mit jeder Note die seelische Zerrissenheit des Protagonisten aufzeigt.

Seit Beginn bietet die Sinfonietta Worms jungen Talenten ein Podium, um sich auszuprobieren. So spielte der 17-jährige Violinist Kenta Nishino aus Kaiserslautern, der an der Lucie-Kölsch-Musikschule von Olga Nodel unterrichtet wird, den Solopart im 1. Violinkonzert des Wormser Komponisten Friedrich Gernsheim. Nishino bestach mit seinem warmen, strahlenden Ton und seiner souveränen Spieltechnik, während das Orchester um Reinhard Volz ihn umsichtig begleitete. Eine Zugabe war der Dank an ein begeistertes Publikum.

Der zweite Teil des Konzerts stand im Zeichen großer romantischer Sinfonik. Das Orchester präsentierte Antonin Dvoraks 9. Sinfonie „Aus der neuen Welt“, die der Komponist während seines mehrjährigen Aufenthalts in Amerika schrieb und in der sich Einflüsse des Landes mit seiner böhmischen Heimat verbinden. Die Musiker nahmen sich mit großer Spielfreude der anspruchsvollen Partitur an und verwandelten sie mit einem satten Streicherklang sowie beeindruckenden Soli der Bläser zu einem weiteren Höhepunkt des Abends. Das Publikum gab seiner Freude und Begeisterung mit einem langanhaltenden Applaus Ausdruck.

Am Ende des Konzerts überreichte Hornistin Franziska Weiler im Namen des Orchesters Blumen an Reinhard Volz und seine Frau Doris Fischer-Volz als Dank für ihr herausragendes Engagement und viele wundervolle Konzerte.