Blaulicht

Ein Klick, 3.900 Euro weg: Falsche Microsoft-Mitarbeiter täuschen Seniorin

Ein Klick, 3.900 Euro weg: Falsche Microsoft-Mitarbeiter täuschen Seniorin
Eine vermeintliche Microsoft-Warnung auf dem Computer kann der Beginn einer Betrugsmasche sein. Die Polizei warnt davor, unbekannten Personen Fernzugriff auf den eigenen PC zu gewähren. Archivfoto: Mirco Metzler/Die Knipser

Eine 70-jährige Ludwigshafenerin ist Opfer einer perfiden Betrugsmasche geworden. Am Montag, 10. August 2026, erhielt die Seniorin auf ihrem Computer eine vermeintliche Warnmeldung. Darin wurde sie aufgefordert, eine Telefonnummer anzurufen. Was zunächst wie eine technische Panne wirkte, entwickelte sich für die Frau zu einem finanziellen Schaden von 3.900 Euro.

Betrüger verschaffen sich Fernzugriff

Nachdem die 70-Jährige die angegebene Telefonnummer angerufen hatte, meldete sich ein vermeintlicher Microsoft-Mitarbeiter. Dieser leitete die Frau anschließend an einen angeblichen IT-Spezialisten weiter. Der Täter erlangte schließlich Fernzugriff auf den Computer der Seniorin und veranlasste Zahlungen in Höhe von insgesamt 3.900 Euro.

Die Polizei warnt bereits seit Längerem vor dieser Betrugsmasche. Immer wieder geben sich Kriminelle als Mitarbeiter von Microsoft aus und behaupten, der Computer des Opfers sei mit Viren oder anderer Schadsoftware infiziert. Unter diesem Vorwand versuchen sie, sich Zugriff auf die Geräte ihrer Opfer zu verschaffen oder diese zu Zahlungen zu bewegen.

Polizei warnt vor falschen Warnmeldungen

Besonders wichtig: Microsoft führt nach eigenen Angaben keine unaufgeforderten Telefonanrufe durch, um schadhafte Geräte zu reparieren. Selbst auf offizielle Support-Anfragen erfolgen Hilfestellungen fast ausschließlich per E-Mail.

Auch bei Warnmeldungen auf dem Computer sollten Nutzer aufmerksam sein. Microsoft fordert auch niemals in einer Warnmeldung oder einem Pop-Up-Fenster dazu auf, eine Telefonnummer anzurufen.

Wer eine solche Meldung erhält oder von einem vermeintlichen Microsoft-Mitarbeiter kontaktiert wird, sollte keinesfalls einen Fernzugriff auf den eigenen Computer ermöglichen. Auch persönliche Daten, Passwörter oder Bankinformationen sollten nicht herausgegeben werden.

Wenn Sie einen solchen Anruf oder eine solche Meldung erhalten, informieren Sie Ihre örtlich zuständige Polizeidienststelle oder melden Sie den Sachverhalt über die Online-Wache der Polizei Rheinland-Pfalz.

Unsere Präventionsexperten informieren unter der Tel.: 0621 963-21177, wie man sich am besten gegen Telefonbetrug schützen kann.

Weitere umfangreiche Informationen zum Schutz vor Betrugsmaschen finden sich auf der Internet-Seite der polizeilichen Kriminalprävention unter www.polizei-beratung.de.

Text: LC/ Redaktion Die Knipser · Quelle: Polizeipräsidium Rheinpfalz