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Geschichte hautnah erleben: Vortrag und Herbstfest im Freilichtlabor Lauresham

Geschichte hautnah erleben: Vortrag und Herbstfest im Freilichtlabor Lauresham
Beim Herbstfest im Freilichtlabor Lauresham in Lorsch können Besucher am 18. Oktober traditionelle Handwerkstechniken kennenlernen und selbst ausprobieren. Auch eine Greifvogelschau gehört zum Programm. Foto: Loïc Lagarde

Wie wurden handwerkliche Fertigkeiten früher weitergegeben, und welche Bedeutung haben traditionelle Bräuche und Arbeitsweisen heute noch? Diesen Fragen widmen sich am Samstag, 17. Oktober, und Sonntag, 18. Oktober 2026, zwei Veranstaltungen in Lorsch. Ein Vortrag über Immaterielles Kulturerbe und das Herbstfest im Freilichtlabor Lauresham laden dazu ein, historische Handwerkstechniken kennenzulernen und selbst auszuprobieren.

Vortrag über traditionelles Wissen und kulturelles Erbe

Den Auftakt bildet am Samstag, 17. Oktober, um 19 Uhr der Vortrag „Wissen – Können – Weitergeben“ im Paul-Schnitzer-Saal des Museumszentrums Lorsch.

Referent ist Claus Kropp, Leiter des Freilichtlabors Lauresham am UNESCO-Welterbe Kloster Lorsch und Präsident der internationalen Vereinigung Agrarhistorischer Museen (AIMA).

Im Mittelpunkt steht das sogenannte Immaterielle Kulturerbe. Dazu zählen beispielsweise traditionelle Handwerkstechniken, überlieferte Bräuche, landwirtschaftliches Wissen und gesellschaftliche Praktiken, die über Generationen weitergegeben werden.

Anders als historische Gegenstände lässt sich dieses Wissen nicht einfach in einer Museumsvitrine aufbewahren. Es bleibt vor allem dadurch erhalten, dass Menschen die entsprechenden Fertigkeiten weiterhin ausüben und vermitteln.

Anhand zahlreicher Bilder und praktischer Beispiele erläutert Kropp, welche Rolle Museen bei der Bewahrung und Weitergabe solcher Traditionen spielen können. Dabei greift er auch auf Erfahrungen aus dem Freilichtlabor Lauresham zurück, wo historische Arbeitsweisen erforscht, praktisch erprobt und vorgeführt werden.

Der Vortrag findet anlässlich des Internationalen Tages des Immateriellen Kulturerbes statt und gehört zum Jubiläumsprogramm zum 80-jährigen Bestehen der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Herbstfest mit traditionellem Handwerk und Mitmachaktionen

Am Sonntag, 18. Oktober, wird das Thema beim Herbstfest im Freilichtlabor Lauresham praktisch erlebbar.

Auf dem Gelände präsentieren mehr als ein Dutzend Handwerkerinnen und Handwerker traditionelle Fertigkeiten und geben Einblicke in historische Herstellungstechniken.

Besucher können den Handwerkern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen und an verschiedenen Mitmachstationen selbst aktiv werden.

Ein Handwerkermarkt ergänzt das Programm. Dort werden handgefertigte Produkte angeboten, die auch erworben werden können. Für Speisen und Getränke ist ebenfalls gesorgt.

Greifvogelschau und Einblicke in die Falknerei

Ein weiterer Programmpunkt des Herbstfestes widmet sich der historischen Falknerei.

Die ursprünglich für den Hochsommer geplante Veranstaltung musste aufgrund der hohen Temperaturen verschoben werden und wird nun am 18. Oktober nachgeholt.

Besucher dürfen sich auf eine Greifvogelschau sowie eine Vorstellung des berühmten Falknereibuchs von Kaiser Friedrich II. freuen. Dabei erhalten sie Einblicke in die Geschichte und die Traditionen der Falknerei.

Geschichte bewahren und erlebbar machen

Das Veranstaltungswochenende ist Teil des Jubiläumsprogramms der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen, die seit 80 Jahren historische Bauwerke, Gartenanlagen und Kulturdenkmale betreuen.

Mit dem Vortrag und dem Herbstfest soll deutlich werden, dass kulturelles Erbe nicht nur aus historischen Gebäuden und Gegenständen besteht, sondern auch aus dem Wissen und den Fertigkeiten vergangener Generationen.

Während der Vortrag am Samstag die Hintergründe beleuchtet, bietet das Herbstfest am Sonntag die Gelegenheit, traditionelle Handwerkskunst unmittelbar zu erleben.

Text: LC/ Redaktion Die Knipser · Quelle: Staatliche Schlösser und Gärten Hessen

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Foto: M.C. Thumm