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Gewalt gegen Helfende: Rheinland-Pfalz berät über besseren Schutz im Einsatz

Gewalt gegen Helfende: Rheinland-Pfalz berät über besseren Schutz im Einsatz
Der Schutz von Einsatz- und Hilfskräften vor Gewalt und Bedrohungen stand im Mittelpunkt einer Fachtagung des Landespräventionsrates Rheinland-Pfalz. Vertreter verschiedener Berufsgruppen tauschten sich über Prävention und Schutzmaßnahmen aus. Archivfoto: Mirco Metzler/Die Knipser

Wie können Menschen besser geschützt werden, die beruflich oder ehrenamtlich anderen helfen? Mit dieser Frage hat sich der Landespräventionsrat Rheinland-Pfalz bei der Fachtagung „Stark im Einsatz: Im Dienst für die Gesellschaft“ beschäftigt. Im Mittelpunkt standen Gewalt, Bedrohungen und Aggressionen gegenüber Beschäftigten im Gesundheitswesen sowie Einsatz- und Hilfskräften.

Vertreter aus Gesundheitswesen, Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei und kommunalen Ordnungsbehörden kamen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und Möglichkeiten zur Prävention und zum Schutz der Beschäftigten zu diskutieren.

Erfahrungen aus verschiedenen Bereichen zusammenführen

Die beteiligten Berufsgruppen seien trotz unterschiedlicher Aufgaben mit vergleichbaren Problemen konfrontiert. Beleidigungen, Bedrohungen und körperliche Angriffe können nicht nur die unmittelbar Betroffenen belasten, sondern auch die Arbeit von Hilfs- und Sicherheitsorganisationen erschweren.

Innenstaatssekretär Dirk Herber betonte, Gewalt und Bedrohungen dürften nicht als normales Berufsrisiko akzeptiert werden. „Wer sich für andere einsetzt, verdient Anerkennung, Respekt und Schutz“, erklärte Herber. Ziel sei es, Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen zusammenzuführen und wirksame Ansätze zur Prävention zu entwickeln.

Auch Beschäftigte im Gesundheitswesen standen im Fokus. Gesundheitsminister Clemens Hoch verwies darauf, dass der Umgang mit Gewalt nicht allein Aufgabe der betroffenen Ärzte, Pflegekräfte und weiteren Beschäftigten sei. Auch Einrichtungen, Führungskräfte und Politik seien gefordert, Übergriffen vorzubeugen und Betroffene nach Vorfällen zu unterstützen.

Wissenschaft und Erfahrungen aus der Praxis

Bei der Fachtagung wurden wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Erfahrungen und den Perspektiven unmittelbar Betroffener verbunden. Neben Fachvorträgen gehörten eine Betroffenenrunde und der Austausch über bereits bestehende Präventions- und Schutzmaßnahmen zum Programm.

Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler stellte zudem die gesellschaftliche Bedeutung des Themas heraus. Menschen, die andere versorgen, schützen oder in schwierigen Situationen unterstützen, müssten ihre Arbeit ohne Sorge vor Gewalt und Einschüchterung ausüben können.

Ziel der Veranstaltung war es, bestehende Ansätze aus verschiedenen Bereichen zusammenzuführen und die Zusammenarbeit beim Schutz von Beschäftigten und Ehrenamtlichen weiter auszubauen.

Die Fachtagung wurde vom Innenministerium in Kooperation mit dem Gesundheitsministerium und dem Sozialministerium durchgeführt. Sie geht auf eine Initiative des Landespräventionsrates Rheinland-Pfalz zurück.

Text: LC/ Redaktion Die Knipser · Quelle: Ministerium des Innern, für Integration und Verkehr