Blaulicht

Große Katastrophenschutzübung in Worms: Blaulicht und Rauch am RENOLIT-Werk möglich

Große Katastrophenschutzübung in Worms: Blaulicht und Rauch am RENOLIT-Werk möglich
Auf dem Werksgelände der RENOLIT SE in Worms findet am Samstag, 26. September, eine groß angelegte Katastrophenschutzübung statt. Im Umfeld kann es zu zahlreichen Einsatzfahrzeugen mit Blaulicht, Lärm und simulierter Rauchentwicklung kommen. Foto: Mirco Metzler/Die Knipser

Zahlreiche Einsatzfahrzeuge, Blaulicht und möglicherweise auch sichtbarer Rauch: Rund um das Werksgelände der RENOLIT SE in Worms wird es am Samstag, 26. September 2026, ungewöhnlich geschäftig. Grund ist eine groß angelegte Katastrophenschutzübung im Rahmen des landesweiten Übungstags Rheinland-Pfalz. Für die Bevölkerung besteht dabei kein Grund zur Sorge – sämtliche dargestellten Gefahrenlagen sind Teil der Übung.

Auf dem Industriegelände trainieren Feuerwehr und Katastrophenschutzeinheiten gemeinsam mit der Werkfeuerwehr, den Betriebssanitätern und dem Notfallteam von RENOLIT. Im Mittelpunkt steht das Zusammenspiel verschiedener Einsatzkräfte und Organisationen bei einer komplexen Schadenslage.

Szenario bleibt bis Samstag geheim

Was genau am Samstag auf dem Werksgelände passieren wird, erfahren die beteiligten Einsatzkräfte erst am Übungstag. Das Szenario wird bewusst geheim gehalten, um möglichst realistische Bedingungen zu schaffen.

Beteiligt sind unter anderem die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr Worms sowie der Gefahrstoffzug. Hinzu kommen externe Feuerwehren mit sogenannten CBRN-Erkunderwagen, die unter anderem zur Messung und Erkennung von Gefahrstoffen eingesetzt werden. Neben der RENOLIT-Werkfeuerwehr nimmt auch die Werkfeuerwehr des Unternehmens Röhm teil.

Die städtischen Katastrophenschutzmodule des Sanitäts- und Betreuungsdienstes trainieren zudem einen Massenanfall von Verletzten und Betroffenen. Dabei sollen die Versorgung und Betreuung einer größeren Zahl von Menschen sowie die Zusammenarbeit der verschiedenen Stellen geübt werden.

Auch Mitarbeiter von RENOLIT wirken an der Übung mit und übernehmen freiwillig die Rollen von Verletzten und Betroffenen.

Zusammenarbeit für den Ernstfall trainieren

„Sicherheit hat für uns als Industrieunternehmen den höchsten Stellenwert“, erklärt Dr. Michael Bätz, Geschäftsleiter des Produktionsstandorts. RENOLIT stelle deshalb nicht nur Teile seines Werksgeländes zur Verfügung, sondern beteilige sich mit den eigenen Kräften aktiv an der Übung. Dadurch könnten Werkfeuerwehr, Betriebssanitäter und Notfallteam ihre Abläufe und insbesondere die Zusammenarbeit mit externen Einsatzorganisationen unter realitätsnahen Bedingungen trainieren.

Auch Oberbürgermeister Adolf Kessel betont die Bedeutung solcher Übungen. Ereignisse wie die Flut im Ahrtal und große Waldbrände hätten gezeigt, wie wichtig die Vorbereitung auf umfangreiche Schadenslagen sei. Da Worms von Ereignissen dieser Größenordnung bislang überwiegend im Rahmen der Amtshilfe betroffen gewesen sei, müssten entsprechende Szenarien regelmäßig erprobt werden.

Mehr Einsatzfahrzeuge auch in der Innenstadt

Die Übung wird sich am Samstag nicht ausschließlich auf das RENOLIT-Werksgelände beschränken. Im gesamten Wormser Innenstadtgebiet ist mit einem erhöhten Aufkommen von Einsatzfahrzeugen zu rechnen.

Im Umfeld des Werks können neben Blaulicht und Lärm auch weitere sicht- oder wahrnehmbare Effekte auftreten. Dazu kann beispielsweise eine simulierte Rauchentwicklung gehören. Die Verantwortlichen weisen ausdrücklich darauf hin, dass sämtliche dargestellten Gefahren Bestandteil der geplanten Übung sind.

Auch Pfeddersheim wird in das Übungsgeschehen einbezogen: Simulierte Verletztentransporte des Katastrophenschutzmoduls Sanität werden den Wormser Stadtteil anfahren.

Text: LC/ Redaktion Die Knipser · Quelle: Stadtverwaltung Worms