Blaulicht

Großkontrolle bei Frankenthal/Lambsheim: 19 Fahrzeugen wird die Weiterfahrt untersagt

Großkontrolle bei Frankenthal/Lambsheim: 19 Fahrzeugen wird die Weiterfahrt untersagt
Mehr als 90 Spezialisten verschiedener Polizeibehörden sowie weitere Einsatzkräfte kontrollierten am Dienstag auf der A61 den gewerblichen Personen- und Güterverkehr. Bei 70 überprüften Fahrzeugen wurden insgesamt 76 Ordnungswidrigkeiten und sieben Straftaten festgestellt. Foto: Polizeipräsidium Rheinpfalz

Mehr als die Hälfte der kontrollierten Fahrzeuge beziehungsweise Fahrer wurde beanstandet: Bei einer groß angelegten Kontrolle des gewerblichen Personen- und Güterverkehrs auf der A61 haben Einsatzkräfte zahlreiche Verstöße festgestellt. In 19 Fällen waren diese so gravierend, dass die Weiterfahrt untersagt wurde.

Die länder- und behördenübergreifende Kontrolle fand am Dienstag, 29. September 2026, auf dem Autobahnparkplatz „Auf dem Hahnen“ statt. Mehr als 90 Spezialisten der Polizei aus Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern waren unter Federführung der Zentralen Verkehrsdienste des Polizeipräsidiums Rheinpfalz im Einsatz. Unterstützt wurden sie unter anderem von Zoll, THW, Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) sowie dem Veterinäramt.

Insgesamt nahmen die Einsatzkräfte 70 Fahrzeuge genauer unter die Lupe. Dabei wurden 38 Fahrzeuge beziehungsweise Fahrer beanstandet. Die Bilanz: 76 Ordnungswidrigkeiten und sieben Straftaten.

Unter anderem registrierten die Einsatzkräfte 28 Verstöße gegen Sozialvorschriften. In elf Fällen war die Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert, zwei Fahrzeuge verfügten nicht über den vorgeschriebenen Versicherungsschutz. Zoll und Veterinäramt stellten darüber hinaus drei Straftaten im Zusammenhang mit steuerrechtlichen beziehungsweise tierschutzrechtlichen Vorschriften fest.

Lkw mit zehn Tonnen zu viel unterwegs

Besonders auffällig waren zwei Fälle. Ein Lkw transportierte nach Polizeiangaben mehr als 800.000 Milliliter nicht ordnungsgemäß versteuerte Liquids für E-Zigaretten.

Ein weiterer Lastwagen brachte mit seiner Ladung aus Erde und Sand 42 Tonnen auf die Waage. Zulässig waren laut Polizei lediglich 32 Tonnen – damit war das Fahrzeug zehn Tonnen zu schwer beladen.

173 statt erlaubter 130 km/h

Parallel zur Großkontrolle wurde auf der A61 auch die Geschwindigkeit überprüft. Von 3.171 gemessenen Fahrzeugen waren 55 zu schnell unterwegs, darunter 45 Lkw. Den höchsten Wert erreichte ein Fahrzeug mit 173 km/h bei erlaubten 130 km/h.

Zusätzlich setzte die Polizei eine Monocam zur Erkennung von Handyverstößen ein. Insgesamt passierten 5.391 Fahrzeuge die Kontrollstelle. Zwölf Fahrer wurden dabei festgestellt, wie sie während der Fahrt ein Mobiltelefon nutzten. Gegen sie wurden entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Text: ML/Redaktion Die Knipser · Quelle: Polizeipräsidium Rheinpfalz