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Nach 40 Jahren im Pfarrdienst: Volker Fey feierlich in den Ruhestand verabschiedet

Nach 40 Jahren im Pfarrdienst: Volker Fey feierlich in den Ruhestand verabschiedet
Nach rund vier Jahrzehnten im Dienst der evangelischen Kirche wurde Pfarrer Volker Johannes Fey in der Wormser Dreifaltigkeitskirche feierlich entpflichtet und in den Ruhestand verabschiedet. Zahlreiche Wegbegleiter, Vertreter aus Kirche und Stadtgesellschaft sowie Gemeindemitglieder begleiteten seinen letzten Gottesdienst im aktiven Pfarrdienst. Foto: Mirko Müller/Die Knipser

Mit einem festlichen Gottesdienst in der Wormser Dreifaltigkeitskirche ist Pfarrer Volker Johannes Fey nach rund vier Jahrzehnten im Dienst der evangelischen Kirche offiziell entpflichtet und in den Ruhestand verabschiedet worden am 27.09.2026. Zahlreiche Wegbegleiter, Vertreter der Kirchen und der Stadtgesellschaft sowie Gemeindemitglieder kamen zusammen, um auf sein langjähriges Wirken zurückzublicken. 

Seit 2009 war Fey als Pfarrer an der Reformationsgedächtniskirche zur Heiligen Dreifaltigkeit tätig, die heute zur Innenstadtgemeinde gehört. Zuvor hatte sein beruflicher Weg nach einem zweijährigen Vikariat in Nieder-Olm nach Osthofen geführt. Dort übernahm er 1988 eine Pfarrstelle an der Bergkirche. 

Über die Jahre beschränkte sich seine Arbeit nicht allein auf Gottesdienste und klassische Gemeindearbeit. Fey engagierte sich unter anderem in der Seelsorge, der Notfallseelsorge und der Studierendenseelsorge. Auch musikalisch war er eng mit dem kirchlichen Leben verbunden und sang zunächst im Bach-Chor und später im Kantaten-Chor.

Im Mittelpunkt des Abschiedsgottesdienstes stand Feys letzte Predigt im aktiven Pfarrdienst. Anschließend erfolgte die offizielle Entpflichtung. Pröpstin Henriette Crüwell und Dekanin Jutta Herbert wurden dabei von Propst Tobias Schäfer sowie mehreren ehrenamtlich Engagierten begleitet. Mit der Segnung wurde aus dem langjährigen Gemeindepfarrer offiziell ein Pfarrer im Ruhestand.

Der Gottesdienst spiegelte zugleich viele Bereiche wider, die Fey während seiner Zeit in Worms begleitet hatten. Für den musikalischen Rahmen sorgten unter anderem die Vokalisten und der Kantaten-Chor unter der Leitung von Christian Schmitt sowie Karl-Heinz Breitenberger an der Orgel. Auch eine Line-Dance-Gruppe von Ralfs Tanzgalerie war Teil des Programms. Die Lucie-Kölsch-Schule beteiligte sich ebenfalls an der Abschiedsfeier. 

Eine besondere Rolle spielte auch die über Jahre gewachsene ökumenische Zusammenarbeit in der Wormser Innenstadt. Die Verbindung zwischen der evangelischen Dreifaltigkeitskirche und den benachbarten katholischen Gemeinden von St. Martin und dem Dom war ein weiterer Bestandteil des Gottesdienstes.

Eine besondere Würdigung erhielt Fey von Propst Tobias Schäfer. In Anerkennung seiner Verdienste um die Domkirchengemeinde wurde ihm der „St.-Amandus-Orden“ verliehen und die dazugehörige Urkunde überreicht.

Auch die Stadt Worms war bei der Verabschiedung vertreten. Oberbürgermeister Adolf Kessel würdigte das langjährige Engagement des Pfarrers für die Stadtgesellschaft. Zu den gemeinsamen Projekten der vergangenen Jahre gehörte unter anderem die Multimedia-Inszenierung „Luthermoment“, die während der Corona-Zeit in Worms realisiert worden war.

Nach dem offiziellen Gottesdienst ging die Verabschiedung bei einem Sektempfang weiter. Zahlreiche Besucher nutzten dort die Gelegenheit, Fey noch einmal persönlich zu begegnen. Unter den Gästen befanden sich Wegbegleiter aus Worms und Osthofen, ehemalige Konfirmanden, Gemeindemitglieder sowie Menschen, die Fey während seiner jahrzehntelangen Arbeit als Seelsorger begleitet hatte.

Die lange Reihe der persönlichen Verabschiedungen machte dabei sichtbar, wie viele unterschiedliche Menschen und Lebensbereiche sein Wirken über die Jahrzehnte berührt hatte. Mit seiner Entpflichtung endet nun der aktive Pfarrdienst von Volker Fey – die zahlreichen Verbindungen, die während seiner Zeit in Osthofen und Worms entstanden sind, bleiben jedoch bestehen.

Text: ML/Redaktion Die Knipser