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Neue Fahrradspur in Worms: Cornelius-Heyl-Straße auf 600 Metern sicherer für Radfahrer

Neue Fahrradspur in Worms: Cornelius-Heyl-Straße auf 600 Metern sicherer für Radfahrer
Auf rund 600 Metern sorgt ein neuer, zwei Meter breiter Radfahrstreifen in der Cornelius-Heyl-Straße in Worms für eine getrennte Führung des Fahrradverkehrs. Die Maßnahme ist Teil des städtischen Radverkehrskonzeptes. Foto: Stadt Worms

Die Stadt Worms hat einen weiteren Baustein ihres Radverkehrskonzeptes umgesetzt. In der Cornelius-Heyl-Straße wurde auf einer Länge von rund 600 Metern eine neue Fahrradspur fertiggestellt. Damit soll die wichtige Verbindung zwischen der Innenstadt und dem Wormser Süden für Radfahrer sicherer und attraktiver werden.

Die Cornelius-Heyl-Straße ist seit Jahren Bestandteil der geplanten Pendler-Radroute zwischen Worms und Ludwigshafen. Auch im Radverkehrskonzept der Stadt, das unter Beteiligung der Bürger erarbeitet wurde, spielt die Straße eine wichtige Rolle für den täglichen Radverkehr.

Zwei Meter breite Fahrradspur geschaffen

Während auf der östlichen Straßenseite bereits ein baulich getrennter Geh- und Radweg in Richtung Innenstadt besteht, können Radfahrer in der Gegenrichtung nun einen eigenen, zwei Meter breiten Radfahrstreifen nutzen.

Die neue Markierung erstreckt sich von der Einmündung der Gutleutstraße bis zum Kurvenbereich. Möglich wurde die Umsetzung, weil die bisherigen Fahrspuren für Autos und Lastwagen in diesem Abschnitt breiter als erforderlich waren. Nach Angaben der Stadt kann der motorisierte Verkehr weiterhin ungehindert fließen.

Durch die getrennte Verkehrsführung soll das Risiko von Konflikten zwischen Radfahrern und Kraftfahrzeugen verringert werden.

Überholverbot für Autos und Lkw geplant

Im nördlichen Abschnitt der Cornelius-Heyl-Straße reicht die vorhandene Straßenbreite nicht aus, um ebenfalls einen separaten Radfahrstreifen einzurichten.

Deshalb plant die Stadt zwischen der Kolpingstraße und der Gutleutstraße eine andere Sicherheitsmaßnahme: Dort soll künftig ein Verkehrszeichen das Überholen einspuriger Fahrzeuge durch mehrspurige Kraftfahrzeuge verbieten.

Damit dürfen Autos und Lastwagen in diesem Bereich unter anderem Fahrräder, E-Scooter und Motorräder nicht mehr überholen. Das entsprechende Verkehrszeichen wurde im Jahr 2020 eingeführt.

Wer das Überholverbot missachtet, muss grundsätzlich mit einem Bußgeld von 70 Euro und einem Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg rechnen. Die Stadt möchte beobachten, wie gut die neue Regelung von den Verkehrsteilnehmern eingehalten wird.

Weitere Fahrradspur in der Alzeyer Straße geplant

Die neue Radverkehrsführung ist Teil der langfristigen Bemühungen, die Wormser Innenstadt besser mit den äußeren Stadtteilen zu verbinden. Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere der Alltagsradverkehr, etwa für Berufspendler und Menschen, die regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs sind.

Eine vergleichbare Maßnahme ist bereits für die Alzeyer Straße vorgesehen. Dort soll ebenfalls ein zwei Meter breiter Radfahrstreifen entstehen, der Radfahrern aus Richtung Pfiffligheim und Pfeddersheim eine sicherere Verbindung in Richtung Innenstadt ermöglicht.

Stadtentwicklungsdezernent Timo Horst begrüßt die Fertigstellung der neuen Fahrradspur. Damit sei zugleich einem wichtigen Anliegen der Bürger aus der Karl-Marx-Siedlung entsprochen worden.

Mit der Maßnahme treibt die Stadt Worms sowohl ihr kommunales Radverkehrskonzept als auch die geplante regionale Pendler-Radroute nach Ludwigshafen weiter voran.

Text: ML/ Redaktion die Knipser · Quelle: Stadtverwaltung Worms