Neue Ladestraße verbindet Bahnhof, Radverkehr und Innenstadt in Osthofen

Nach umfangreichen Planungen und Bauarbeiten ist die neugestaltete Ladestraße in Osthofen offiziell am 27.08.2026 ihrer Bestimmung übergeben worden. Mit 136 Park-and-Ride-Stellplätzen, einer neuen Radwegeverbindung und einer sicheren Anbindung wichtiger Bereiche der Stadt ist rund um den Bahnhof ein neuer Verkehrsknotenpunkt entstanden.
Das Projekt ist ein weiterer Baustein der städtebaulichen Entwicklung rund um das ehemalige Bahngelände. Auf einer Fläche von etwa 10.000 Quadratmetern wurde die frühere Ladestraße grundlegend umgestaltet. Die Gesamtkosten für die verschiedenen Bauabschnitte belaufen sich auf rund 4,6 Millionen Euro.
Eine zentrale Rolle spielt die neue Park-and-Ride-Anlage. Mit insgesamt 136 Stellplätzen sollen insbesondere Pendler bessere Möglichkeiten erhalten, vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen. Gleichzeitig wurde die Ladestraße in das Radwegenetz eingebunden.
Für Radfahrer entsteht dadurch eine wichtige Alternative zur stark frequentierten Friedrich-Ebert-Straße, die täglich von rund 11.000 Fahrzeugen genutzt wird. Zugleich verbindet die neue Strecke den Bahnhof mit dem Festplatz und weiteren Bereichen der Innenstadt. Fußgänger und Radfahrer können diese Verbindung weitgehend unabhängig vom Autoverkehr nutzen.
Die Umsetzung des Großprojekts stellte die Verantwortlichen allerdings vor einige Herausforderungen. Im Untergrund wurden Altlasten und Überreste der früheren Bahnnutzung entdeckt, darunter Reste von Waggons, Lokhallen und weitere Ablagerungen. Auch vorhandene Oberleitungsmasten mussten in die Planung integriert werden. Da ein Versetzen erhebliche zusätzliche Kosten verursacht hätte, wurde schließlich eine Lösung gefunden, bei der die Masten in die neue Verkehrsführung eingebunden werden konnten.
Neben der Verkehrsinfrastruktur spielte auch die Begrünung des Areals eine wichtige Rolle. Rund 1.200 Pflanzen wurden auf und entlang der neu gestalteten Flächen gesetzt. Sie sollen das Gelände aufwerten und gleichzeitig zur Verringerung der sommerlichen Hitzebelastung beitragen.
An der offiziellen Einweihung nahmen neben Stadtbürgermeister Thomas Goller und weiteren Vertretern aus Stadt, Verbandsgemeinde und Politik auch Markus Wolf, Staatssekretär für Verkehr und Mobilität in Rheinland-Pfalz, sowie der Landtagsabgeordnete Joshua Schmitt teil.
Mit der Fertigstellung endet ein Projekt, das Osthofen über mehrere Amtszeiten hinweg beschäftigt hat. Bereits Gollers Vorgänger hatten sich mit der Entwicklung des Bahnhofs und seines Umfelds befasst. Zusammen mit dem sanierten Bahnhofsgebäude und den dort angesiedelten Angeboten erhält das gesamte Areal damit eine zunehmend zentrale Funktion innerhalb der Stadt.
Text: VM/Redaktion Die Knipser
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Fotos: Mirco Metzler/Die Knipser
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