Politik

Nur 44,1 Prozent Wahlbeteiligung: „Worms will weiter“ ruft zur Stichwahl auf

Nur 44,1 Prozent Wahlbeteiligung: „Worms will weiter“ ruft zur Stichwahl auf
Am 27. September entscheidet die Stichwahl über die künftige Spitze der Stadt Worms. Nach einer Wahlbeteiligung von 44,1 Prozent im ersten Wahlgang ruft „Worms will weiter“ insbesondere die Menschen in den Innenstadtbezirken dazu auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Archivfoto: Mirko Müller/Die Knipser

Nach der niedrigen Beteiligung im ersten Wahlgang der Wormser Oberbürgermeisterwahl ruft der Verein „Worms will weiter“ dazu auf, bei der Stichwahl am Sonntag, 27. September, die Stimme abzugeben. Besonders die geringe Beteiligung in mehreren Innenstadtbezirken bereitet dem Verein nach eigenen Angaben Sorgen.

In der Stichwahl treten Stephanie Lohr (CDU) und Timo Horst (SPD) gegeneinander an. Die Stadt Worms bestätigt den Termin für den zweiten Wahlgang am 27. September. Der künftige Oberbürgermeister beziehungsweise die künftige Oberbürgermeisterin wird für acht Jahre gewählt und übernimmt unter anderem den Vorsitz im Stadtrat sowie die Repräsentation der Stadt.

Nach Angaben von „Worms will weiter“ lag die Wahlbeteiligung im ersten Wahlgang bei 44,1 Prozent. Von 63.386 Wahlberechtigten hätten 27.957 ihre Stimme abgegeben, während 35.429 nicht zur Wahl gegangen seien. Der Verein verweist zum Vergleich auf die OB-Wahl 2018, bei der die Beteiligung demnach bei 45,6 Prozent gelegen habe.

Besonders niedrige Beteiligung in der Innenstadt

Besonders gering sei die Beteiligung nach Angaben des Vereins in mehreren Innenstadtbezirken ausgefallen. Für Worms-Nord nennt „Worms will weiter“ eine Wahlbeteiligung von 24,0 Prozent. Im Stadtzentrum seien es 26,6 Prozent, in Worms-Süd 28,0 Prozent und im Bereich Innenstadt Südwest 29,5 Prozent gewesen.

„Diese Zahlen tun weh. Wir alle reden darüber, was in Worms gut läuft, was uns ärgert und was dringend besser werden muss. Aber am Wahltag bleibt die Mehrheit zu Hause“, erklärt Mathias Englert, Fraktionsvorsitzender von „Worms will weiter“.

Gerade in der Innenstadt wirkten sich kommunalpolitische Entscheidungen unmittelbar auf den Alltag aus, argumentiert Englert. Als Beispiele nennt er Sauberkeit und Sicherheit, bezahlbares Wohnen, Handel und Kultur sowie Verkehrsfragen und die Gestaltung von Straßen und Plätzen.

Keine Wahlempfehlung für Lohr oder Horst

„Worms will weiter“ tritt bei der diesjährigen OB-Wahl ohne eigenen Kandidaten an. Nach Angaben des Vereins hatte der ursprünglich vorgesehene Kandidat Peter Englert aus familiären Gründen auf eine Kandidatur verzichtet. Anschließend habe man sich bewusst gegen eine kurzfristige Ersatzkandidatur entschieden.

Eine Wahlempfehlung für einen der beiden verbliebenen Kandidaten spricht der Verein nicht aus. „Ob man Stephanie Lohr oder Timo Horst wählt, entscheidet jeder Mensch für sich“, betont Mathias Englert. Entscheidend sei aus Sicht des Vereins, überhaupt an der Stichwahl teilzunehmen.

Briefwahl für Stichwahl möglich

Wer am 27. September nicht persönlich im Wahllokal abstimmen möchte, kann für die Stichwahl Briefwahl beantragen. Nach Angaben der Stadt Worms ist dies unter anderem online, per E-Mail, postalisch oder persönlich möglich. Die Stadt weist darauf hin, dass Briefwahlunterlagen grundsätzlich beantragt werden müssen. Die Frist läuft für die Stichwahl bis Freitag, 25. September, um 18 Uhr.

Das Briefwahlbüro befindet sich im zweiten Obergeschoss des Wormser Rathauses. Regulär ist es montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Am Freitag, 25. September, ist eine Beantragung noch bis 18 Uhr möglich.

Wer im Wahllokal abstimmt, soll laut Stadt seine Wahlbenachrichtigung mitbringen und ein gültiges Ausweisdokument bereithalten. Gewählt wird am Sonntag, 27. September.

Text: LC/ Redaktion Die Knipser · Quelle: Worms will weiter e.V.