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„Schichtwechsel“ in Worms: Ein Tag voller neuer Einblicke und gelebter Inklusion

„Schichtwechsel“ in Worms: Ein Tag voller neuer Einblicke und gelebter Inklusion
Oberbürgermeister Adolf Kessel (vorne rechts) mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des bundesweiten Aktionstags „Schichtwechsel“ sowie ihren Patinnen und Paten aus der Wormser Stadtverwaltung. Foto: Stadt Worms

Für einen Tag den gewohnten Arbeitsplatz verlassen und neue berufliche Erfahrungen sammeln: Fünf Klientinnen und Klienten der Lebenshilfe Worms haben am Donnerstag, 24. September 2026, im Rahmen des bundesweiten Aktionstags „Schichtwechsel“ verschiedene Arbeitsbereiche der Wormser Stadtverwaltung kennengelernt.

Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in die Tourist Information, das Museum im Andreasstift, das Stadtarchiv sowie das Catering des Integrationsbetriebs. Dort übernahmen sie unterschiedliche Aufgaben und tauschten sich mit den Beschäftigten der Stadtverwaltung aus.

Die Rückmeldungen fielen nach Angaben der Stadt positiv aus. „Es hat Spaß gemacht“ und „Ich habe viel Neues gelernt“, berichteten Teilnehmende im Anschluss. Auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung bot der Aktionstag die Gelegenheit, andere Perspektiven auf den Arbeitsalltag kennenzulernen.

Neue Perspektiven für den Arbeitsmarkt schaffen

Beim „Schichtwechsel“ geht es nicht nur darum, für einen Tag einen anderen Arbeitsplatz auszuprobieren. Ziel ist es auch, Begegnungen zu ermöglichen, Vorurteile abzubauen und langfristige berufliche Perspektiven für Menschen mit Behinderungen zu schaffen.

Aus den Kontakten können sich beispielsweise Praktika, ausgelagerte Arbeitsplätze oder sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse entwickeln.

„Der ‚Schichtwechsel‘ macht Inklusion unmittelbar erlebbar. Wenn Menschen ihren Arbeitsalltag miteinander teilen, entstehen Begegnungen, die Vorurteile abbauen und neue Perspektiven eröffnen“, erklärte Oberbürgermeister Adolf Kessel. Er begrüßte die Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und der Lebenshilfe Worms.

Gegenbesuch bei der Lebenshilfe geplant

Der Austausch soll nicht auf den Aktionstag beschränkt bleiben. Zu einem späteren Zeitpunkt ist vorgesehen, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung selbst für einen Tag bei der Lebenshilfe Worms hospitieren.

Dabei sollen sie die dortigen Arbeitsabläufe, Tätigkeiten und Angebote kennenlernen. Auf diese Weise soll der Perspektivwechsel in beide Richtungen ermöglicht und das gegenseitige Verständnis gestärkt werden.

Auch Unternehmen können sich an die Lebenshilfe Worms wenden, wenn sie inklusive Praktikums-, Qualifizierungs- oder Arbeitsplätze anbieten möchten. Interessierte Betriebe erreichen die Lebenshilfe per E-Mail unter inklusion@lebenshilfe-worms.de.

Text: LC/ Redaktion Die Knipser · Quelle: Stadtverwaltung Worms