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Segen zwischen Wohnmobilen: Erster Camper-Gottesdienst in Worms gefeiert

Segen zwischen Wohnmobilen: Erster Camper-Gottesdienst in Worms gefeiert
Premiere unter freiem Himmel: Rund 50 Menschen feierten den ersten Camper-Gottesdienst auf dem Wohnmobilstellplatz am Mondscheinweg in Worms. Dekanin Jutta Herbert (r.) gestaltete den Gottesdienst gemeinsam mit Axel Bertram (M.) und Safiullah Jabarkhail. Foto: Yvonne Schnur

Gottesdienst zwischen Wohnmobilen statt in Kirchenbänken: Rund 50 Menschen haben am Freitag bei sonnigem Herbstwetter den ersten Camper-Gottesdienst auf dem Wohnmobilstellplatz am Mondscheinweg in Worms gefeiert. Unter dem Motto „Unterwegs sein – behütet bleiben“ standen Gemeinschaft, Reiselust und der Segen für die kommenden Wege im Mittelpunkt.

Die Idee für den ungewöhnlichen Gottesdienst stammt von Axel Bertram. Er betrieb viele Jahre einen Wohnmobilstellplatz an der Nordsee und organisierte dort bereits neun Segensgottesdienste. Inzwischen ist Bertram nach Worms zurückgekehrt und engagiert sich auf dem Stellplatz am Mondscheinweg.

Mit seiner Idee für einen Camper-Gottesdienst in der Nibelungenstadt wandte er sich an Dekanin Jutta Herbert, die selbst gerne mit dem Wohnmobil unterwegs ist. Gemeinsam mit Safiullah Jabarkhail gestalteten Herbert und Bertram schließlich die Wormser Premiere. Für die musikalische Begleitung sorgten Thorsten Mühlberger am Piano und Sängerin Katrin Birkenstock.

Wenn das Leben eine andere Route nimmt

In ihrer Predigt griff Herbert Erfahrungen auf, die viele Reisende kennen: Eine Route ist geplant, doch plötzlich sorgt eine Umleitung dafür, dass sich der Weg verändert. Dies übertrug die Dekanin auf Situationen im Alltag.

„Wir dürfen planen. Aber wir müssen nicht alles im Griff haben“, sagte Herbert. Ausgehend von der biblischen Geschichte von Jesus und seinen Jüngern im Sturm sprach sie über Vertrauen und Begleitung auf schwierigen Wegstrecken. „Gott ist nicht derjenige, der uns verspricht, dass auf jeder Straße alles glattläuft. Aber Gott verspricht: Ich gehe mit.“

Camper reisen eigens aus Hamburg an

Für die Premiere nahmen einige Besucher eine weite Anreise auf sich. Klaus und Christiane Rotehüser kamen eigens aus Hamburg nach Worms. Die beiden Rentner hatten nach Angaben der Veranstalter bereits alle neun von Bertram organisierten Camper-Gottesdienste an der Nordsee besucht.

„Einen Segen kann man doch immer brauchen“, erklärten sie ihre erneute Teilnahme. Auch einen möglichen nächsten Gottesdienst in Worms wollen sie wieder besuchen.

Ein Paar aus Kassel nutzte auf der Rückreise aus Südtirol die Gelegenheit für einen Zwischenstopp in Worms und nahm ebenfalls an dem Gottesdienst teil.

Persönlicher Segen direkt am Wohnmobil

Zum Abschluss konnten sich die Camper direkt an ihren Wohnmobilen persönlich segnen lassen. Auch Besucher ohne eigenes Fahrzeug hatten die Möglichkeit, den Segen zu empfangen. Herbert bat dabei unter anderem um Schutz vor Unfällen und Gefahren sowie um offene Augen für die Menschen und Eindrücke auf den kommenden Reisen.

Nach der gelungenen Premiere hoffen Herbert und Bertram auf eine Fortsetzung. Damit könnte aus Bertrams insgesamt zehntem Camper-Gottesdienst zugleich der Auftakt für eine neue Gottesdienstreihe in Worms werden.

Text: LC/ Redaktion Die Knipser · Quelle: Evangelisches Dekanat Worms‐Wonnegau