Staatssekretär Herber bei den Wormser Blaulichtorganisationen: Enge Wachen, neue Leitstelle und große Zukunftspläne

Worms steht bei der Gefahrenabwehr vor großen Veränderungen. Bei seinem Besuch in der Nibelungenstadt informierte sich Staatssekretär Dirk Herber über die Arbeit von Feuerwehr, Rettungsdiensten und weiteren Blaulichtorganisationen – und bekam dabei auch die räumlichen Herausforderungen der Wormser Hauptfeuerwache unmittelbar zu sehen.
Im Rahmen seiner Vorstellungsreise durch Rheinland-Pfalz machte Staatssekretär Dirk Herber Station bei den Wormser Blaulicht- und Gefahrenabwehrorganisationen. Nach Gesprächen bei der Polizei und dem Kommunalen Vollzugsdienst führte ihn sein Weg zur Feuerwehr. Im Mittelpunkt stand das persönliche Kennenlernen der Verantwortlichen, der Wachabteilungen und weiterer Akteure, die täglich für die Sicherheit der Bevölkerung im Einsatz sind.
Mit am Tisch saßen neben Angehörigen der Feuerwehr auch Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes, des Arbeiter-Samariter-Bundes und des Technischen Hilfswerks. Bei einem gemeinsamen Mittagessen bestand Gelegenheit zum direkten Austausch mit den Einsatzkräften.
Dabei ging es um die vielfältigen Aufgaben der einzelnen Organisationen, aktuelle Herausforderungen und vor allem um die Zusammenarbeit. Denn im Einsatz zählt das Zusammenspiel der verschiedenen Kräfte – von Feuerwehr und Rettungsdienst bis hin zu Technischem Hilfswerk und weiteren Partnern der Gefahrenabwehr.
Hauptfeuerwache zeigt dringenden Handlungsbedarf
Ein besonderer Schwerpunkt des Besuchs lag auf den Wormser Wachabteilungen und ihren Arbeitsbedingungen. Staatssekretär Herber konnte sich vor Ort ein eigenes Bild von der Raumsituation in der Hauptfeuerwache machen.
Die teilweise sehr beengten räumlichen Verhältnisse stellen die Einsatzkräfte und den täglichen Dienstbetrieb vor erhebliche Herausforderungen. Gerade vor diesem Hintergrund gewinnen die geplanten Bau- und Strukturprojekte der Stadt Worms zusätzlich an Bedeutung.
Auch die Zukunft der Leitstellen war Thema des Gesprächs. Die derzeitige Interims-Leitstelle bringt besondere organisatorische und infrastrukturelle Anforderungen mit sich. Hintergrund sind die geplanten Veränderungen im Leitstellenbereich Mainz.
Die reguläre Integrierte Leitstelle soll künftig am Standort der Feuerwache 1 in Mainz-Brezenheim entstehen. Von dort aus sollen Notrufe aus den Landkreisen Mainz-Bingen, Bad Kreuznach und Alzey-Worms sowie den Städten Mainz und Worms bearbeitet werden. Das Einzugsgebiet umfasst damit rund 800.000 Menschen.
Bis zur Umsetzung der endgültigen Lösung arbeitet das im Frühjahr 2025 zusammengeschaltete dreigeteilte Interimssystem. Die DRK-Leitstelle in Mainz-Gonsenheim übernimmt die Disposition des Rettungsdienstes, während die Leitstellen in Mainz-Bretzenheim und Worms für die Feuerwehreinsätze zuständig sind.
Worms plant zwei wichtige Feuerwehrstandorte
Doch nicht nur auf Landesebene stehen Veränderungen an. Auch die Wormser Feuerwehr soll sich für die Zukunft neu aufstellen.
Mit der geplanten neuen Hauptfeuerwache auf dem ehemaligen Salamandergelände steht eines der wichtigsten Feuerwehrprojekte der Stadt an. Gleichzeitig plant Worms eine zusätzliche Feuerwache Nord im Bereich des Industriegebiets Worms Nord.
Damit soll die Feuerwehr auch künftig auf wachsende Anforderungen reagieren und eine leistungsfähige Gefahrenabwehr in der gesamten Stadt sicherstellen.
Staatssekretär Dirk Herber zeigte sich nach dem Austausch beeindruckt von der Arbeit der Einsatzkräfte. Der direkte Kontakt vor Ort sei unverzichtbar, um Menschen, Strukturen und Herausforderungen aus erster Hand kennenzulernen. Die enge Zusammenarbeit der Blaulichtorganisationen in Worms bezeichnete er als „starkes Fundament für eine leistungsfähige Gefahrenabwehr in Rheinland-Pfalz“.
Auch Bürgermeisterin Stephanie Lohr unterstrich die Bedeutung des Besuchs. Gerade angesichts der beengten Situation an der bestehenden Feuerwache und der anstehenden Zukunftsprojekte sei der Austausch mit der Landesebene wichtig.
Für Worms bedeutet das: Die Blaulichtorganisationen leisten heute unter schwierigen Bedingungen ihren Dienst – gleichzeitig werden bereits die Weichen für die Gefahrenabwehr von morgen gestellt.
Text: ML/Redaktion Die Knipser · Quelle: Stadt Worms
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