Foto: Stadt Alzey

Erfolgreich behauptet und den Weltmeistertitel bereits zum vierten Mal nach Alzey geholt hat der Kampfsportler Thorsten Grimm. Im britischen Coventry setzt sich der 34-Jährige im Taekwondo gegen 3000 Kontrahenten durch und darf sich nun Vierfach-Weltmeister nennen. „Wer, wenn nicht er?“, fragt Bürgermeister Steffen Jung angesichts des Erfolgs. Als besondere Anerkennung für diesen sportlichen Erfolg durfte sich Grimm nämlich im Goldenen Buch der Stadt verewigen.

Denn eigentlich ist die Ehrung der sportlichen Erfolge der Alzeyerinnen und Alzeyer eine Sache für den Festakt der Sportlerehrungen, der in diesem Jahr erstmals in dieser Form stattfindet, um deren Leistungen und Erfolge gebührend zu würdigen. Doch angesichts des vierten Weltmeistertitels will Jung nicht bis zum 18. November warten. Als eine wirklich herausragende Leistung bewertet der Stadtchef den Erfolg des 34-Jährigen. Und Grimm selbst? Der denkt noch lange nicht ans Aufhören.

Mit dem vierten Titel im Taekwondo in der Tasche ist für Grimm noch nicht Schluss. „Solange ich mich gut fühle, körperlich fit bin und auch sonst nichts dagegen spricht, kämpfe ich weiter“, sagt der Kampfsportler. Wenn der britische Taekwondo-Verband in den kommenden Jahren wieder zur Weltmeisterschaft einlädt, ist es also gut möglich, dass dann auch wieder der Alzeyer um den begehrten Titel kämpft. Zunächst aber steht für Grimm die Regeneration im Fokus.

Rund ein Jahr Vorbereitung und zwei Monate sehr intensives Training liegen hinter dem 34-Jährigen, der seit seinem fünften Lebensjahr im Kampfsport zu Hause ist. Wochen und Monate, die geprägt waren, auch vom Verzicht, wie Grimm betont. Sowohl was die Ernährung angeht, als auch mit Blick auf die Freizeitgestaltung. „Ziel ist es, an den Wettkampftagen auf dem absoluten Peak der Leistung zu sein“, so der 34-Jährige. „Und das geht nur, wer seinen Körper wirklich ganz genau kennt.“

Seit 29 Jahren an seiner Seite ist Oliver Drexler. Seit dem Kindesalter trainiert der Kampfsportler Thorsten Grimm. In den Stunden vor und während der Kämpfe in Coventry zitterte Drexler mit. Zumal es zum Auftakt der Kämpfe um die Weltmeisterschaft noch nicht so aussah, als würde Grimm auch dieses mal wieder den Gürtel mit nach Alzey nehmen können. Nach der ersten Runde im zweiten Kampf lag Grimm deutlich hinten.

„Druck war dann definitiv da“, berichtet Grimm, der sich zum Teil gegen deutlich jüngere Kontrahenten durchsetzen musste. Und die ersten beiden Gegner gingen auch eher ungestüm in die Kämpfe. Technisch überlegen aber konnte sich der Alzeyer gegen die Konkurrenz erfolgreich durchsetzen. Und auch für die Zukunft verspricht Grimm, alles mitzunehmen, was im Taekwondo erreicht werden kann. Angst vorm Verlieren hat der 34-Jährige jedenfalls nicht. Spaß machen muss es. „Und das tut es auch nach 29 Jahren noch“, versichert Thorsten Grimm. Für Bürgermeister Steffen Jung ist es etwas Besonderes, einem Vierfach-Weltmeister gratulieren zu dürfen, wie dieser betont.