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Worms rüstet sich für den Winter – ebwo bereitet Straßen, Fahrzeuge und Grünanlagen auf Frost und Schnee vor

Worms rüstet sich für den Winter – ebwo bereitet Straßen, Fahrzeuge und Grünanlagen auf Frost und Schnee vor
Gut vorbereitet auf die kalte Jahreszeit: Der Entsorgungs- und Baubetrieb der Stadt Worms (ebwo) macht Fahrzeuge, Brunnen und öffentliche Grünanlagen winterfest. Rund 300 Tonnen Streusalz stehen bereits für mögliche Schnee- und Glätteeinsätze bereit. Foto: ebwo

Noch zeigt sich der Herbst vielerorts von seiner milden Seite, doch die Vorbereitungen auf die kalte Jahreszeit laufen bereits auf Hochtouren. Der Entsorgungs- und Baubetrieb der Stadt Worms (ebwo) stellt sich auf die kommenden Wintermonate ein. Von der Umrüstung der Winterdienstfahrzeuge über die Einlagerung von Streusalz bis hin zur Sicherung öffentlicher Brunnen und Wasserleitungen sind zahlreiche Maßnahmen erforderlich, damit die Stadt auch bei Frost, Schnee und Glätte möglichst gut aufgestellt ist. 

Eine zentrale Rolle spielt dabei der Winterdienst. Damit bei winterlichen Straßenverhältnissen schnell reagiert werden kann, werden derzeit die Einsatz- und Bereitschaftspläne vorbereitet. Die Mitarbeitenden erhalten entsprechende Unterweisungen für den Handstreudienst und den Einsatz der Streufahrzeuge.

Besonders wichtig ist dabei die Überprüfung der vorgesehenen Streurouten. Die Fahrer fahren ihre Touren bereits im Vorfeld ab und kontrollieren, ob sich seit dem vergangenen Winter Veränderungen ergeben haben. Neue Poller, geänderte Straßenführungen oder aktuelle Baustellen können dazu führen, dass einzelne Strecken angepasst werden müssen. Solche Veränderungen werden in die Einsatzplanung aufgenommen, damit die Räum- und Streufahrzeuge im Ernstfall möglichst reibungslos unterwegs sein können.

Parallel dazu werden die Fahrzeuge für den Winterdienst umgerüstet und technisch überprüft. Dabei steht die Funktionsfähigkeit der eingesetzten Geräte und Fahrzeuge im Mittelpunkt. Denn wenn Schnee fällt oder sich gefährliche Glätte bildet, müssen die Einsatzkräfte kurzfristig reagieren können.

Auch beim Streugut hat der ebwo bereits vorgesorgt. Nach Angaben des Betriebs sind derzeit rund 300 Tonnen Streusalz eingelagert. Die Beschaffung erfolgt üblicherweise im Spätsommer beziehungsweise Frühherbst, um rechtzeitig ausreichende Vorräte bereitzuhalten. Zusätzlich ist der Soletank bereits befüllt. Für den Handstreudienst stehen außerdem genügend Sand und Splitt zur Verfügung.

Um kritische Wetterlagen möglichst frühzeitig zu erkennen, setzt der ebwo auf spezielle Wetterprognosen. Die Wettermanufaktur liefert engmaschige Daten, darunter auch Vorhersagen zu den zu erwartenden Bodentemperaturen. Diese sind für den Winterdienst besonders wichtig, da sich Glätte nicht allein anhand der Lufttemperatur beurteilen lässt. Mithilfe der Wetterinformationen können die Verantwortlichen mögliche Gefahrenlagen frühzeitig einschätzen und notwendige Maßnahmen vorbereiten.

Doch die Wintervorbereitungen beschränken sich längst nicht nur auf Straßen und Wege. Auch die öffentlichen Brunnen in Worms müssen vor möglichen Frostschäden geschützt werden.

In den Vororten werden die Brunnen im Laufe des Oktobers abgeschaltet. In der Innenstadt erfolgt dies nach dem Mantelsonntag. Besteht die Gefahr, dass Wasser in den Versorgungsschächten gefriert, werden die Pumpen in einzelnen Fällen ausgebaut.

Darüber hinaus macht der ebwo die Wasserversorgung von Außenanlagen und öffentlichen Grünflächen winterfest. Hierzu werden Wasserleitungen entleert und bei Bedarf auch sogenannte Systemtrenner ausgebaut. Auf diese Weise sollen Schäden an den technischen Anlagen durch gefrierendes Wasser vermieden werden.

Während die Brunnen langsam in die Winterpause gehen, gibt es für die Mitarbeitenden der Grünpflege weiterhin reichlich zu tun. Ein Schwerpunkt liegt derzeit auf der Beseitigung von Herbstlaub. Gerade auf öffentlichen Wegen und Flächen kann nasses Laub zu einer Rutschgefahr werden. Die Arbeiten dienen deshalb auch der Verkehrssicherheit und werden mit der Straßenreinigung abgestimmt.

Je nach Witterung und Laubfall können diese Einsätze bis weit in die Wintermonate hinein erforderlich sein.  

Gleichzeitig beginnt eine arbeitsintensive Phase für die Pflege und Entwicklung der städtischen Grünanlagen. Pflanzarbeiten werden vorbereitet, Lagerflächen freigeräumt, Baumsubstrate gemischt sowie Pflanzgruben und Beete angelegt. Auch der Rückschnitt von Gehölzen gehört zu den anstehenden Aufgaben. 

Für die bevorstehende Fäll- und Rodungssaison werden die notwendigen Maßnahmen mit den zuständigen Verantwortlichen abgestimmt. Zudem wird kontrolliert, ob die erforderlichen Maschinen und Geräte einsatzbereit sind.

Die vegetationsarme Jahreszeit bietet außerdem Gelegenheit, Arbeiten durchzuführen, die während der Wachstumsphase nur eingeschränkt möglich sind. Dazu zählen Erdarbeiten sowie die Entschlammung von Gräben und Gewässern. Bestimmte Maßnahmen, die nur bei gefrorenem Boden möglich sind, werden ebenfalls entsprechend eingeplant.

Damit die Arbeiten zuverlässig erledigt werden können, überprüft der ebwo seinen Maschinenpark. Laubbläser und Laubsauger, Traktoren, Kommunalfahrzeuge, Bagger und Häcksler werden gewartet und bei Bedarf instand gesetzt.

Mit den sinkenden Temperaturen rückt allerdings noch ein weiteres Thema in den Mittelpunkt, das viele Wormser Haushalte unmittelbar betrifft: die Müllabfuhr.

Besonders bei Bioabfällen kann Frost zu Problemen führen. Da Küchen- und Gartenabfälle häufig einen hohen Feuchtigkeitsgehalt haben, besteht die Gefahr, dass sie bei Minusgraden an den Innenwänden der Mülltonnen festfrieren. Bei der regulären Leerung lassen sich die Abfälle dann unter Umständen nicht vollständig aus dem Behälter lösen.

Der ebwo empfiehlt deshalb, insbesondere feuchte Küchenabfälle vor dem Einwerfen in die Biotonne in Papier einzuwickeln. Dadurch lässt sich das Festfrieren in vielen Fällen verhindern. 

Sollte der Inhalt einer Biotonne dennoch gefroren sein, versuchen die Mitarbeitenden bei der Leerung, die Abfälle durch mehrfaches Anschlagen des Behälters während des Kippvorgangs zu lösen. Gelingt dies nicht, kann die Tonne nicht ordnungsgemäß entleert werden. Der Betrieb ist deshalb auch auf die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. 

Entsprechende Hinweise veröffentlicht der ebwo über seine Internetseite und seine Social-Media-Kanäle.

Die umfangreichen Vorbereitungen zeigen, wie viele unterschiedliche Aufgaben mit dem bevorstehenden Winter verbunden sind. Während für die Bevölkerung vor allem geräumte Straßen und gestreute Wege sichtbar werden, laufen im Hintergrund zahlreiche organisatorische und technische Maßnahmen.

Ob die Sicherung der Brunnen, die Pflege öffentlicher Grünflächen oder die Bereitstellung von Streufahrzeugen und Streumaterial – all diese Arbeiten greifen ineinander und sollen dazu beitragen, Worms möglichst gut durch die kalte Jahreszeit zu bringen.

Mit rund 300 Tonnen eingelagertem Streusalz, vorbereiteten Einsatzplänen und der laufenden technischen Kontrolle seiner Fahrzeuge und Geräte hat der ebwo bereits wichtige Vorkehrungen getroffen. Wann die ersten Winterdiensteinsätze tatsächlich notwendig werden, hängt nun vor allem von der weiteren Wetterentwicklung ab.

Text: VM/Redaktion Die Knipser

Foto: ebwo