Zwei Treffer vor der Pause reichen Wormatia zum Sieg gegen Ahrweiler

Es war kein Fußballfest, aber am Ende zählen die drei Punkte: Wormatia Worms hat sein Oberliga-Heimspiel gegen den Ahrweiler BC mit 2:1 gewonnen am 26.09.2026. Vor 648 Zuschauern erwischten die Wormser spielerisch keinen besonders überzeugenden Nachmittag, zeigten sich vor dem Tor jedoch zunächst effizient. Mert Özkaya und Isaac Okwubor sorgten für eine 2:0-Pausenführung, ehe Ahrweiler in der Schlussphase noch einmal gefährlich herankam.
Dabei brauchte die Partie zunächst etwas Zeit, um Fahrt aufzunehmen. Wormatia fand nicht richtig in den gewohnten Offensivrhythmus, schlug dafür aber früh eiskalt zu. In der 11. Minute konnte Ahrweiler eine Hereingabe nicht konsequent aus der Gefahrenzone befördern. Mert Özkaya nahm den Ball vor dem Strafraum auf, legte ihn sich auf den rechten Fuß und setzte seinen Abschluss sehenswert ins linke obere Eck – 1:0 für den VfR.
Wer danach auf einen offensiven Sturmlauf der Hausherren gehofft hatte, wurde zunächst enttäuscht. Wormatia überließ den Gästen zunehmend Spielanteile und konzentrierte sich stärker darauf, defensiv kompakt zu stehen. Ahrweiler hatte mehr vom Ball, konnte daraus allerdings lange kaum zwingende Möglichkeiten entwickeln.
Auf der anderen Seite benötigten die Wormser nicht viele Chancen, um erneut zuzuschlagen. Kurz vor der Pause brachte Aziz Alagi den Ball in den Strafraum, Özkaya legte per Kopf ab und Isaac Okwubor vollendete in der 44. Minute zum 2:0.
Nur wenige Augenblicke später hätte Okwubor die Partie sogar frühzeitig deutlich beruhigen können. Der Angreifer tauchte alleine vor Ahrweilers Torhüter Michael Zadach auf, konnte die aussichtsreiche Situation jedoch nicht zum dritten Wormser Treffer nutzen. So ging es mit der Zwei-Tore-Führung in die Kabinen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie aus Wormser Sicht allerdings mühsam. Im Spielaufbau schlichen sich immer wieder Ungenauigkeiten ein, klare Kombinationen nach vorne blieben selten. Özkaya versuchte es in der 55. Minute, Belel Meslem kam in der 64. Minute zu einer weiteren Torannäherung. Die große offensive Dominanz blieb jedoch aus.
Stattdessen wurde Ahrweiler mit zunehmender Spielzeit gefährlicher. Besonders bei Standards und Abschlüssen aus der Distanz musste die Wormser Defensive aufmerksam bleiben. Zweimal wurde es richtig brenzlig – und zweimal war ausgerechnet der bereits als Torschütze erfolgreiche Özkaya zur Stelle und klärte in höchster Not vor der eigenen Torlinie.
Auch Altin Vrella sorgte unfreiwillig für einen Schreckmoment, als eine Aktion beinahe im eigenen Tor geendet hätte. Wormatia bekam die Begegnung nicht endgültig geschlossen und ließ den Gegner damit weiter hoffen.
In der 84. Minute kam schließlich auch David Boateng zu seinem ersten Einsatz für Wormatia und hatte unmittelbar eine Abschlussmöglichkeit. Die Entscheidung zum 3:0 fiel jedoch nicht.
Das rächte sich nur eine Minute später zumindest beinahe. Shota Nagano brachte eine Flanke an den zweiten Pfosten, wo der eingewechselte Aron Seck viel zu frei stand und zum 2:1 einköpfte. Plötzlich war eine Begegnung wieder völlig offen, die Wormatia nach der 2:0-Führung eigentlich längst hätte kontrollieren können.
Ahrweiler warf in den verbleibenden Minuten noch einmal alles nach vorne. Für die Wormser hieß es verteidigen, kämpfen und die knappe Führung über die Zeit bringen. Spielerische Glanzpunkte waren in dieser Phase zweitrangig. Der VfR hielt stand und sicherte sich schließlich den vierten Heimsieg der Saison.
Unter dem Strich steht damit ein 2:1-Erfolg, bei dem Wormatia vor allem mit Effizienz und Defensivarbeit überzeugte. Dass spielerisch noch Luft nach oben vorhanden ist, dürfte angesichts der drei Punkte zunächst zu verschmerzen sein. Gegen stärkere Gegner wird es allerdings darauf ankommen, über die gesamte Spielzeit wieder mehr Kontrolle und Durchschlagskraft zu entwickeln.
Die nächste Aufgabe hat es entsprechend in sich: Mit der TuS Mechtersheim wartet im kommenden Heimspiel ein Gegner aus der Spitzengruppe. Dann dürfte Wormatia erneut gefordert sein – und vermutlich deutlich mehr offensive Konsequenz benötigen.
Text: SPP/Redaktion Die Knipser
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Foto: Mirko Müller/Die Knipser
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