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102 Menschen im Landkreis Alzey-Worms eingebürgert – Zahl der Einbürgerungen steigt weiter

102 Menschen im Landkreis Alzey-Worms eingebürgert – Zahl der Einbürgerungen steigt weiter
Bei einer Einbürgerungsfeier im Landkreis Alzey-Worms erhielten 102 Menschen aus 29 verschiedenen Herkunftsländern ihre deutschen Einbürgerungsurkunden. Der Erste Kreisbeigeordnete Christoph Burkhard überreichte die Urkunden im feierlichen Rahmen. Archivfoto: Mirco Metzler/Die Knipser

102 Menschen aus 29 verschiedenen Herkunftsländern haben bei einer feierlichen Veranstaltung im Landkreis Alzey-Worms ihre deutsche Staatsangehörigkeit erhalten. Der Erste Kreisbeigeordnete Christoph Burkhard überreichte ihnen stellvertretend für Landrat Heiko Sippel die Einbürgerungsurkunden. Insgesamt wurden im Landkreis im Jahr 2026 bislang 454 Menschen eingebürgert.

Die Einbürgerungsfeier bot den neuen deutschen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern einen feierlichen Rahmen für einen bedeutenden Schritt in ihrem Leben. Viele von ihnen leben bereits seit mehreren Jahren in Deutschland, gehen hier einer Arbeit nach, haben Familien gegründet und sich eine neue Heimat aufgebaut.

In seiner Ansprache betonte Christoph Burkhard, dass hinter jeder Einbürgerung eine persönliche Geschichte stehe. Die Entscheidung für die deutsche Staatsangehörigkeit sei weit mehr als ein formaler Verwaltungsakt. Sie stehe für Zugehörigkeit, gesellschaftliche Teilhabe und die Übernahme von Verantwortung.

Neue Rechte und Möglichkeiten durch die Einbürgerung

Mit dem Erhalt der deutschen Staatsangehörigkeit bekommen die Eingebürgerten zusätzliche Rechte und Möglichkeiten. Dazu zählt insbesondere das Wahlrecht bei deutschen Wahlen. Gleichzeitig werden sie Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union und profitieren unter anderem von der europäischen Freizügigkeit.

Burkhard erinnerte daran, dass eine Einbürgerung an verschiedene gesetzliche Voraussetzungen geknüpft ist. Dazu gehören unter anderem ausreichende Deutschkenntnisse, die Anerkennung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung sowie grundsätzlich die Sicherung des eigenen Lebensunterhalts. Auch strafrechtliche Verurteilungen können einer Einbürgerung entgegenstehen.

Der Erste Kreisbeigeordnete hob zudem die Bedeutung von Menschen mit unterschiedlichen Herkunftsgeschichten für die Region hervor. Ob in Unternehmen, Schulen, Vereinen, Feuerwehren oder Nachbarschaften – viele von ihnen seien längst fest in das gesellschaftliche Leben eingebunden und trügen mit ihren Fähigkeiten und Erfahrungen zur Entwicklung des Landkreises bei.

Gleichzeitig ermutigte Burkhard die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, ihre Möglichkeiten zur politischen und gesellschaftlichen Mitgestaltung zu nutzen. Demokratie lebe davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen, sich informieren, unterschiedliche Meinungen respektieren und sich für das Gemeinwohl einsetzen.

Feierliche Übergabe der Einbürgerungsurkunden

Nach einem gemeinsamen Bekenntnis erhielten die 102 neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger ihre Einbürgerungsurkunden.

Musikalisch begleitet wurde die Feierstunde von Dr. Christoph Brehler, einem ehemaligen langjährigen Musiklehrer der Kreismusikschule Alzey-Worms. Er spielte Werke von Johann Sebastian Bach. Zum Abschluss sangen die Anwesenden gemeinsam die deutsche Nationalhymne.

Auch Derya Dogan, Vorsitzende des Beirats für Menschen mit Migrationshintergrund, nahm an der Veranstaltung teil.

Einbürgerungszahlen im Landkreis steigen deutlich

Die Zahl der Einbürgerungen im Landkreis Alzey-Worms hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen.

Während im Jahr 2024 insgesamt 346 Menschen die deutsche Staatsangehörigkeit erhielten, stieg die Zahl 2025 auf 422. Im laufenden Jahr 2026 wurden bereits 454 Menschen eingebürgert. Damit liegt die Zahl schon jetzt über dem Gesamtwert des Vorjahres.

Eine weitere Einbürgerungsfeier ist für Dezember 2026 vorgesehen. Damit dürfte die Gesamtzahl der Einbürgerungen im Landkreis bis zum Jahresende weiter steigen.

Text: ML/ Redaktion die Knipser · Quelle: Kreisverwaltung Alzey-Worms