Paare geben sich im Rahmen der Aktion „einfach heiraten“ in Worms und Dalsheim das Ja-Wort oder lassen sich segnen. Insgesamt 45 Paare nutzten das Angebot der Evangelischen Kirche am 26. Juni. Foto: Ben Pakalski
Liebe, Emotionen und ganz viel Spontaneität: Mit der bundesweiten Aktion „einfach heiraten“ hat die Evangelische Kirche am Freitag, 26. Juni, zahlreiche Menschen erreicht. Insgesamt 45 Paare gaben sich in Worms und Dalsheim das Ja-Wort oder ließen ihre Liebe segnen. Darüber hinaus nahmen auch Einzelpersonen und eine Familie ein besonderes Segensangebot wahr.
Emotionale Momente und besondere Überraschungen
Die Trauungen und Segnungen sorgten für zahlreiche bewegende Augenblicke. In der Wormser Magnuskirche überraschte ein Flashmob-Chor ein Brautpaar, indem die Sänger gemeinsam mit Pfarrerin Sophia Schäfer ein Lied anstimmten. Für viele Anwesende blieb dabei kein Auge trocken.
Auch die Geschichte von Angelika und Dieter Rauh berührte viele Besucher. Dieter Rauh hatte erst am Morgen von der Aktion erfahren und kurzerhand die Vorgesetzte seiner Frau kontaktiert. So gelang es ihm, seine Ehefrau am 50. Jahrestag ihres Kennenlernens mit einem persönlichen Segen zu überraschen.
Heiraten ohne großen Aufwand
Für Manuela und Thorsten Schreiner-Eisele aus Hohen-Sülzen erfüllte sich mit der Aktion ein lang gehegter Wunsch. Das Paar wurde von der stellvertretenden Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Ulrike Scherf, getraut und zeigte sich begeistert von dem unkomplizierten Angebot.
„Es war alles da: Dekoration, Verpflegung, sogar ein Brautstrauß – wir mussten uns um gar nichts kümmern“, berichteten die beiden. Besonders beeindruckt habe sie die persönliche Gestaltung der Zeremonie. Trotz des kurzen Kennenlernens sei die Trauung ganz individuell auf sie zugeschnitten gewesen.
Segensangebot auch für Einzelpersonen und Familien
Nicht nur Paare standen im Mittelpunkt der Aktion. In Dalsheim konnten sich an der historischen Fleckenmauer auch Einzelpersonen und Familien segnen lassen. Pfarrerin Mareike Stübing hatte das Angebot erweitert, nachdem sie im Vorfeld häufig gehört hatte, dass viele Menschen keinen Partner mehr hätten oder alleine seien.
Neun Einzelpersonen sowie eine Familie nutzten diese Möglichkeit. Im Anschluss feierten alle gemeinsam – inklusive einer dreistöckigen Torte, die der gelernte Bäcker und Küster vorbereitet hatte.
Liebe ohne Perfektionsdruck feiern
Ob im klassischen Brautkleid und Anzug oder ganz leger in Shorts und Sandalen – bei „einfach heiraten“ spielte der äußere Rahmen keine Rolle. Entscheidend war, die Liebe so zu feiern, wie es für die Paare am besten passte.
„Genau so haben wir uns das gewünscht“, sagte Dekanatspräses Alexander Ebert, der die Aktion gemeinsam mit Dekanin Jutta Herbert nach Worms und ins Wonnegau geholt hatte. Bereits im vergangenen Jahr hatten beide an einer ähnlichen Veranstaltung in Darmstadt mitgewirkt.
Jutta Herbert zog ebenfalls ein positives Fazit: „Ich bin sehr glücklich, dass Jung und Alt unserer Einladung gefolgt sind. Wir haben Menschen zwischen 27 und 76 Jahren getraut und gesegnet. So viele Freudentränen und lachende Gesichter an einem Tag – das war schon etwas ganz Besonderes.“
Nach dem großen Zuspruch steht für die Verantwortlichen bereits fest: Die Aktion „einfach heiraten“ hat vielen Menschen einen unvergesslichen Moment geschenkt und gezeigt, dass Kirche auch mit niedrigschwelligen Angeboten viele Menschen erreichen kann.
Text: LC/Redaktion Die Knipser/Evangelisches Dekanat Worms‐Wonnegau






























