Rund 200.000 Besucher sorgten beim 51. Strohhutfest in Frankenthal für volle Plätze und ausgelassene Stimmung. Foto: DLRG Katastrophenschutz FT 

Vier Tage lang stand die Innenstadt von Frankenthal ganz im Zeichen von Musik, Begegnung und Festivalstimmung: Vom 4. bis 7. Juni lockte das 51. Strohhutfest rund 200.000 Besucherinnen und Besucher aus der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar an. Auf sechs Bühnen, in zahlreichen Vereinszelten und an mehr als 100 Ständen wurde eines der größten Straßenfeste der Pfalz ausgelassen gefeiert.

Trotz eines verregneten Auftakts entwickelte sich das Fest an den folgenden Tagen bei überwiegend sonnigem Wetter zu einem Besuchermagneten. Besonders der Samstag erwies sich als Höhepunkt mit dicht gefüllter Innenstadt und ausgelassener Stimmung.

„Das Strohhutfest steht wie kein anderes Ereignis für das Lebensgefühl in Frankenthal“, resümierte Oberbürgermeister Dr. Nicolas Meyer. Er dankte insbesondere den zahlreichen Ehrenamtlichen, Vereinen, Einsatzkräften und Sponsoren, die das Fest ermöglicht hatten.

Rund 50 Bands und Künstler sorgten auf sechs Bühnen für ein abwechslungsreiches Musikprogramm von Rock und Pop bis hin zu Schlager und Blasmusik. Als zentraler Anlaufpunkt erwies sich erneut die RPR1.-Hauptbühne auf dem Rathausplatz. Zu den Publikumsmagneten zählten unter anderem Neonlicht, NOISIC, Fine R.I.P., N*COGNITO und Acoustic Vibration.

Auch die Beschicker zeigten sich zufrieden: Viele berichteten von hohen Besucherzahlen und guten Umsätzen. Allein in der Erkenbertruine wurden rund 14.000 Schorlen ausgeschenkt.

Erstmals traten zwei Bühnen unter neuen Namen auf: Die bisherige Eichbaum-Bühne wurde zur MEXIA-Bühne, die Gleis4-Bühne firmierte nun als VVR Bank-Bühne. Beide Neuerungen wurden positiv aufgenommen.

Für besondere Begeisterung sorgte der 1. Frankenthaler Männerchor 03 mit einem spontanen „Guerilla-Singen“ entlang der Festmeile. Mit Liedern von „Highway to Hell“ bis „Haus am See“ animierten die Sänger zahlreiche Besucher zum Mitsingen.

Das Kinderstrohhutfest in der Willy-Brandt-Anlage bestätigte erneut seinen Status als beliebter Treffpunkt für Familien. Rund 1.000 Kinder nahmen an Mitmachaktionen, Shows und sportlichen Angeboten teil.

Zur neuen Miss Strohhut wurde die 25-jährige Frankenthalerin Maja Gruber gewählt. Sie wird die Stadt künftig repräsentieren.

Der traditionelle Strohhutfestlauf am Sonntag verzeichnete rund 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Neben sportlichen Bestleistungen wurde auch besonderes Engagement gewürdigt, etwa die Hilfeleistung einer Läuferin für einen gestürzten Teilnehmer.

Auch organisatorisch zog die Stadt eine positive Bilanz: Erweiterte Mobilitätsangebote, zusätzliche Parkflächen sowie der Ausbau von Fahrrad- und ÖPNV-Infrastruktur wurden gut angenommen. Die Frankenthal-App erwies sich erneut als wichtiger digitaler Begleiter für Besucher.

Polizei, Feuerwehr, Sanitätsdienste und Ordnungsbehörden sorgten für einen weitgehend reibungslosen Ablauf. Insgesamt verlief das Fest aus Sicht der Polizei überwiegend friedlich, auch wenn es an allen Tagen vereinzelt zu Körperverletzungsdelikten, Platzverweisen und Widerstandshandlungen kam. Am Donnerstag wurde ein stark alkoholisierter Mann in Gewahrsam genommen, an den Folgetagen kam es ebenfalls zu einzelnen Zwischenfällen.

Der Kommunale Vollzugsdienst registrierte unter anderem rund 20 Verwarnungen wegen Wildurinierens und stellte mitgebrachten Alkohol sicher. Zudem wurden etwa 25 Fahrzeuge abgeschleppt.

Der Sanitätsdienst verzeichnete insgesamt 121 Einsätze, davon 20 Transporte in Krankenhäuser. Die Feuerwehr musste hingegen nur vereinzelt ausrücken.

Nach dem erfolgreichen Abschluss richtet sich der Blick bereits auf das kommende Jahr: Das 52. Strohhutfest findet vom 27. bis 30. Mai 2027 statt – im Jubiläumsjahr „450 Jahre Stadtrechte Frankenthal“. Dann wird auch die 50. Miss Strohhut gekürt.

Text: LC/Redaktion Die Knipser/Stadtverwaltung Frankenthal (Pfalz)