Ungewöhnliches Versteck: In einem präparierten Notizbuch fanden Zollbeamte am Flughafen Stuttgart 70.000 Euro Bargeld. Der Reisende hatte die Barmittel nicht angemeldet. Foto: Hauptzollamt Stuttgart

Ein ungewöhnlicher Fund beschäftigte Zollbeamte am Flughafen Stuttgart am Mittwoch den 08.07.2026: Bei der Kontrolle eines Reisenden entdeckten sie 70.000 Euro Bargeld, das in einem umfunktionierten Notizbuch versteckt war. Der Mann hatte die mitgeführten Barmittel nicht ordnungsgemäß beim Zoll angemeldet.

Der 65-Jährige hatte bereits für seinen Flug nach Serbien eingecheckt und befand sich im Gatebereich, als Zollbeamte ihn kontrollierten. Auf die Frage nach mitgeführten Barmitteln gab der Reisende an, dass sich in seinem Rucksack 70.000 Euro befänden.

Bei der anschließenden Kontrolle fanden die Beamten das Geld in einem präparierten Notizbuch. Dafür waren sämtliche Seiten entfernt worden, sodass die Geldscheine im Inneren des Buches verstaut werden konnten.

Da die Kontrolle keine Hinweise auf Geldwäsche oder andere Straftaten ergab, durfte der Mann seine Reise mit dem Bargeld fortsetzen. Wegen der fehlenden Anmeldung der Barmittel leitete der Zoll jedoch ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Dem Reisenden kann nun ein Bußgeld von bis zu 25 Prozent des nicht angemeldeten Bargeldbetrags drohen.

Der Zoll weist darauf hin, dass Reisende bei der Ein- oder Ausreise in die Europäische Union mit Barmitteln im Gesamtwert von 10.000 Euro oder mehr verpflichtet sind, diese schriftlich anzumelden. Die Regelung dient unter anderem der Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und weiterer schwerer Kriminalität.

Text: ML/ Redaktion Die Knipser/ Hauptzollamt Stuttgart