Die neuen Staatsbürger mit Landrat Heiko Sippel (Mitte) bei der Feierstunde in der Mensa der Alzeyer Gymnasien. Foto: Kreisverwaltung Alzey-Worms

Im Rahmen einer Feierstunde hat Landrat Heiko Sippel in der Mensa der Alzeyer Gymnasien 75 neue Staatsbürgerinnen und Staatsbürger im Landkreis Alzey-Worms offiziell willkommen geheißen.

Frauen, Männer und Kinder aus 22 Nationen legten dabei ein feierliches Bekenntnis zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ab. Im Anschluss überreichte der Landrat die Einbürgerungsurkunden. Den Abschluss der Zeremonie bildete das gemeinsame Singen der Nationalhymne.

Die neu Eingebürgerten stammen unter anderem aus Syrien, der Türkei, Albanien, dem Kosovo, Nordmazedonien, Ägypten, Polen, der Slowakei sowie der Ukraine. Im Jahr 2025 sind 422 Personen eingebürgert worden. Im vergangenen Jahr waren es 346 Menschen, 2023 lag die Zahl bei 296 Personen.

In seiner Ansprache hob der Landrat die Bedeutung der Zugehörigkeit und Mitverantwortung hervor. „Mit der Einbürgerung entscheiden Sie sich für unser Land, unsere demokratischen Werte und für ein gutes Miteinander“, betonte er. Der Landkreis Alzey-Worms sei geprägt von Vielfalt, die das gesellschaftliche Zusammenleben stärke. Die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger seien ein überzeugendes Beispiel dafür.

Zugleich würdigte der Landrat das Engagement der Eingebürgerten im beruflichen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben. Menschen, die sich einbringen und Verantwortung übernehmen, leisten einen wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft.

Im Juni 2024 ist das Gesetz zur Modernisierung des Staatsangehörigkeitsrechts in Kraft getreten. Einige der Regelungen wurden im vergangenen Jahr geändert. Die Voraussetzungen sind strenger geworden, aber die Einbürgerung ist nun bereits nach fünf anstatt wie bisher erst nach acht Jahren möglich und es ist seitdem möglich, mehrere Staatsangehörigkeiten zu haben.

Mit dem Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit sind auch die Rechte als Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union verbunden. Der Landrat ermutigte die neuen Staatsbürger, sich weiterhin aktiv in das gesellschaftliche Leben einzubringen, etwa in Form von ehrenamtlichem Engagement. Zusammenhalt und Mitgestaltung seien zentrale Voraussetzungen für eine gute Zukunft.

Ein ehemaliger Musikschullehrer, Dr. Christoph Brehler, verlieh der Feierstunde mit seinem Violoncellospiel wie gewohnt einen würdigen musikalischen Rahmen.