(v.l.) Klaus Feuerbach, René Schubert, Adolf Kessel, Martin Füssel und Ralf Schnabel. Vor dem neuen Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Worms wird symbolisch der Schlüssel überreicht. Fotos: Mirco Metzler/Die Knipser

Mit einer außergewöhnlich großen Fahrzeugübergabe hat die Feuerwehr Worms am Dienstag, 25. November 2025, einen weiteren Schritt in Richtung moderner Gefahrenabwehr vollzogen. Insgesamt 13 neue Fahrzeuge wurden offiziell vorgestellt – vom Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug über Spezialtechnik bis hin zu zwei neuen Rettungsbooten. Die Übergabe zog zahlreiche Besucherinnen und Besucher an, darunter Vertreter der Politik, verschiedene Hilfsorganisationen sowie Mitglieder der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr.

Hoher Besuch und große Beteiligung

Zur Veranstaltung war Oberbürgermeister Adolf Kessel persönlich anwesend.
Bürgermeisterin Stephanie Lohr ließ sich krankheitsbedingt entschuldigen, hatte der Feuerwehr aber zuvor ihre besten Wünsche zu der bedeutenden Übergabe übermitteln lassen.

Besonders begrüßt wurde zudem Rene Schubert, Präsident des Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz und einer der führenden Experten für Feuerwehrtechnik in Deutschland.

Feuerwehrdezernent und BKI Klaus Feuerbach betonte in seiner Rede die umfangreiche Arbeit hinter der Beschaffung: Hunderte Arbeitsstunden, viele Reisen zu Herstellern in Deutschland und Österreich sowie ein enger Austausch zwischen Berufsfeuerwehr, Freiwilligen Einheiten und Technikabteilung waren notwendig, um die 13 Fahrzeuge termingerecht fertigzustellen.

Neben den Feuerwehreinheiten waren auch Polizei, ASB und das THW Worms vertreten. Das Technische Hilfswerk übernahm die Versorgung der zahlreichen Gäste.

Breites Spektrum neuer Einsatzmittel

Die neue Fahrzeugflotte umfasst:
  • sechs bauähnliche HLF 20, HLF 10 und LF 10,
  • ein TSF-W,
  • zwei Mehrzweckfahrzeuge (MZF 1 & MZF 3),
  • ein Pulvertanklöschfahrzeug PTLF 4000,
  • zwei Rettungsboote RTB 2,
  • ein Krankentransportwagen (KTW) für den Katastrophenschutz.
Die einheitliche Bauweise der neuen Löschfahrzeuge bringe deutliche Vorteile mit sich, erklärte Abteilungsleiter Technik Ralf Schnabel: geringerer Schulungsaufwand, mehr Austauschbarkeit und vor allem eine höhere Einsatzsicherheit. Alle neuen HLF-Modelle verfügen über moderne Akku-Rettungsgeräte, leistungsstarke Lichttechnik, Allradantrieb und umfangreiche Ausstattung für Brand- und Hilfeleistungseinsätze.
 
Auch Spezialfahrzeuge wie das PTLF 4000 mit Wasser-, Schaum-, Pulver- und CO₂-Löschsystemen oder die neuen Rettungsboote mit Bugklappe und 140-PS-Motor erweitern das Einsatzspektrum der Feuerwehr deutlich.

Ein Signal der Modernisierung

In seiner Rede erinnerte Feuerbach daran, in welch kritischem Zustand sich der Fuhrpark befand, als er 2010 die Leitung der Feuerwehr übernahm. Der damalige Fahrzeugbestand war im Schnitt 16 Jahre alt und zum Teil technisch überholt. Fehlende Ersatzteile, mangelhafte Sicherheitsstandards und unzuverlässige Technik prägten den Alltag.
 
Mit dem nun abgeschlossenen Beschaffungsprogramm sei dieser Zustand endgültig überwunden. Der heutige Fuhrpark sei modern, einheitlich und einsatzstark – ein großer Fortschritt für die Sicherheit im Stadtgebiet.
 
Sowohl Klaus Feuerbach als auch Ralf Schnabel nutzten die Übergabe, um sich ausdrücklich und mehrfach beim Stadtrat der Stadt Worms zu bedanken. Ohne die kontinuierliche politische Unterstützung, betonten beide, wäre ein Beschaffungsprogramm dieser Größenordnung nicht möglich gewesen. Trotz angespannter Haushaltslage habe der Stadtrat über viele Jahre hinweg die Modernisierung der Feuerwehr mitgetragen und damit entscheidend zur heutigen Einsatzfähigkeit beigetragen.

Gemeinschaftsprojekt, das sichtbar trägt

Die große Besucherzahl zeigte deutlich, wie eng die Wormser Bevölkerung und ihre Hilfsorganisationen miteinander verbunden sind. Feuerwehrangehörige aus fast allen Einheiten nutzten die Gelegenheit, sich mit Kollegen auszutauschen und die neue Technik zu begutachten. Polizei, ASB und THW machten die Übergabe zu einem gemeinsamen Zeichen des öffentlichen Sicherheitsnetzwerks.
 
Die Feuerwehr Worms blickt nun mit 13 neuen Fahrzeugen in eine Zukunft, die technisch besser abgesichert ist als je zuvor.
 
Text: MM/Redaktion Die Knipser