Einsatzkräfte sichern den Winterhafen Worms mit einer Ölsperre, nachdem ein großflächiger Ölfilm auf dem Rhein entdeckt wurde. Fotos: Feuerwehr Worms

Am Freitag, 28. November, kam es gegen 10 Uhr zu einem gemeinsamen Einsatz mehrerer Behörden aufgrund einer deutlichen Ölverunreinigung im Bereich des Rheins bei Worms. Ein Mitarbeiter der Rheingütestation hatte den Schadstofffilm frühzeitig entdeckt und umgehend Meldung erstattet.

Vor Ort bestätigten Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie der Wasserschutzpolizei das Ausmaß: Ein rund 80 Quadratmeter großer Ölfilm trieb im Bereich der Einfahrt zum Winterhafen. Um eine weitere Ausbreitung der Verunreinigung zu verhindern, wurde der Hafen vorsorglich mit einer Ölsperre gesichert. Parallel dokumentierte die Wasserschutzpolizei die Lage umfassend.

Im Rahmen der Erkundung kontrollierten die Einsatzkräfte sämtliche angrenzenden Gewässerabschnitte und Häfen. Während im südlich gelegenen Floßhafen keine weiteren Verschmutzungen festgestellt wurden, gehen die Behörden derzeit davon aus, dass der Schadstoff aus einem Abschnitt zwischen Floßhafen und Winterhafen in den Rhein gelangte und durch die Strömung in den Hafen gespült wurde.

Eine Störung an der Messstelle der Rheingütestation Worms, deren Pumpanlage mit Hydrauliköl betrieben wird, konnte ausgeschlossen werden. Ebenso existiert in diesem Bereich keine bekannte Einleitstelle. Die Behörden gehen daher von einer punktuellen, bislang unbekannten Quelle aus.

Um die Umweltbelastung zu minimieren, behandelte die Feuerwehr den Ölfilm mit einem umweltverträglichen, biologisch leicht abbaubaren Mittel. Auch der Außenbezirk des Wasser- und Schifffahrtsamts Worms war vor Ort und in die Einsatzmaßnahmen eingebunden.

Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Verursacher der Ölverunreinigung ist bislang unbekannt.

Text: MM/Redaktion Die Knipser