Archivfoto: Mirco Metzler/Die Knipser
Die First-Responder-Einheit des DRK-Ortsvereins Gimbsheim steht vor einer großen Herausforderung: Das bisherige Einsatzfahrzeug ist seit April nicht mehr einsatzfähig und muss ersetzt werden. Der Verbandsgemeinderat Eich hat nun einen wichtigen Schritt getan und einen Zuschuss für die Neuanschaffung beschlossen.
First Responder übernehmen eine zentrale Rolle in der Rettungskette. Als ehrenamtlich organisierte Einheit überbrücken sie bei medizinischen Notfällen die Zeit bis zum Eintreffen von Rettungsdienst oder Notarzt. In Gimbsheim engagieren sich fünf der insgesamt 16 Aktiven des DRK-Ortsvereins in diesem Bereitschaftsdienst und kommen auf rund 100 Einsätze pro Jahr.
Totalschaden zwingt zur Neuanschaffung
Das bisherige Einsatzfahrzeug erlitt einen Totalschaden, nachdem der Kabelbaum stark aufgequollen war und eine erhebliche Brandgefahr bestand. Seitdem muss die Einheit auf einen Krankentransportwagen ausweichen – eine Lösung, die den Anforderungen des Einsatzalltags nicht dauerhaft gerecht wird.
Für den Einsatz im Bereich der Weinberge und am Altrhein ist ein allradgetriebenes Fahrzeug notwendig. Der Ortsverein plant daher die Anschaffung eines gebrauchten Mercedes Vito zum Preis von rund 22.000 Euro. Insgesamt liegt der Kostenrahmen für ein geeignetes Fahrzeug zwischen 20.000 und 30.000 Euro.
VG-Rat erhöht Zuschuss
In der letzten Sitzung des Verbandsgemeinderates Eich im Jahr wurde ein finanzieller Zuschuss beschlossen. Ursprünglich waren 3.000 Euro vorgesehen, letztlich erhöhte der Rat die Unterstützung auf 5.000 Euro. Zusammen mit bereits eingegangenen Spenden und einer Crowdfunding-Aktion stehen dem Ortsverein aktuell rund 15.000 Euro zur Verfügung.
Damit ist ein bedeutender Teil der Finanzierung gesichert, dennoch fehlen noch einige tausend Euro. Der Verbandsgemeinderat hofft daher auf weitere Unterstützung aus der Bevölkerung und von privaten Spenderinnen und Spendern.
Hohe laufende Kosten und begrenzte Unterstützung
Neben dem Fahrzeug stellen auch die steigenden Kosten für medizinisches Material eine Belastung dar. Verbrauchsmaterial wird nur teilweise ersetzt, zusätzliche Ausrüstung muss der Ortsverein selbst finanzieren. Der Versuch, das defekte Fahrzeug zu veräußern, blieb bislang erfolglos – auch auf dem Exportmarkt.
Unabhängig von der aktuellen Einmalförderung unterstützt die Verbandsgemeinde die First-Responder-Einheit weiterhin mit einem jährlichen Zuschuss von 3.000 Euro. Diese regelmäßige Förderung bleibt bestehen.
Ehrenamt als unverzichtbare Stütze
Mit der beschlossenen Förderung setzt die Verbandsgemeinde ein klares Zeichen für die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements im Rettungswesen. Die First-Responder-Einheit Gimbsheim ist ein unverzichtbarer Bestandteil der medizinischen Versorgung vor Ort – und auf ein funktionstüchtiges Einsatzfahrzeug dringend angewiesen.
Text: MM/Redaktion Die Knipser





























