Fotos: ebwo AöR
Die ebwo AöR hat ein wichtiges Projekt zur Starkregenvorsorge abgeschlossen: In der Nähe der Straße „Kreuzweide“ in Wiesoppenheim wurde ein zweistufiges Schlammrückhaltebecken (SRB) errichtet, das künftig bei Starkregenereignissen für Entlastung sorgt und Überflutungen verringern wird.
Warum war die Maßnahme notwendig?
In den vergangenen Jahren kam es bei Starkregen zu Überflutungen und Schlammablagerungen im Bereich der Kreuzweide. Auslöser für die Planung war das Ereignis am 12.09.2023: Ein heftiger Hagelschlag in Worms-Wiesoppenheim verursachte erhebliche Sach- und Gebäudeschäden. Große Wassermengen strömten von den nördlich angrenzenden Flächen auf den Rad- und Fußweg in Richtung „Kreuzweide“. Die Folge: Schlamm auf den Straßen und vollgelaufene Keller.
Das neue SRB nimmt Niederschlagswasser aus den nördlichen Außengebiet auf und hält es kontrolliert zurück. Dadurch wird die Straße vor Überschwemmung und Verschlammung geschützt und die Gefahr von Überflutungen reduziert.
Was wurde gebaut?
- Eine Rampenschwelle in Richtung der Kreuzweide auf dem Radweg verhindert, dass Wasser den Radweg verlässt und in die Straße „Kreuzweide“ fließt.
- Ein Einlaufrinne leitet das Wasser gezielt in das Schlammrückhaltebecken. Der neu ausgebaute Radweg steigt hinter der Einlaufrinne an, um das Wasser zu bremsen und der Einlaufrinne zuzuführen
- Das Schlammrückhaltebecken bestehend aus zwei Stufen: Im ersten Becken setzt sich Schlamm ab. Wenn der Wasserspiegel ansteigt, fließt das Wasser ohne Sedimente über die Überlaufschwelle in das zweite Becken, welches weiteres Rückhaltevolumen schafft. Das erste Becken ist mit Rasengittersteinen versehen. Diese erleichtern die Reinigung und reduzieren den Unterhaltungsaufwand.
- Erosionsschutzmatten an den Böschungen sorgen dafür, dass es bis zur Begrünung der Mulde im Frühling nicht zu einem Abrutschen der Böschung ins Becken kommt.
- Die Begrünung stärkt die ökologische und hydraulische Funktion der Mulde.
Da der Boden nur geringe Durchlässigkeit aufweist, wird kaum Wasser versickern. Dennoch trägt der Rückhalt erheblich zur Starkregenvorsorge bei.
Diese Maßnahme wird für die zukünftig erwarten Wassermassen jedoch nicht ausreichend sein. Deshalb ist zukünftig eine Rückhaltemulde auf der Ackerfläche westlich der Kreuzweide geplant. Diese Maßnahme verbessert die Wasserrückhaltung und schafft durch dauerhafte Begrünung der derzeitigen Ackerfläche einen ökologischen Ausgleich.
Zeitplan
- Baubeginn: 31.10.2025
- Fertigstellung: 25.11.2025
- Die Arbeiten wurden von der Firma Heberger aus Schifferstadt, zuverlässig und termingerecht ausgeführt. Die Koordination mit dem Radwegeausbau verlief reibungslos.






























