Mitglieder des Friedhofsausschusses informierten sich bei einer Begehung über die aktuelle Situation des Friedhofs in Westhofen und diskutierten mögliche Veränderungen sowie neue Bestattungsformen. Foto: Mirco Metzler/Die Knipser
Der Friedhof in Westhofen steht vor Veränderungen. Bei einer Begehung am 7. März verschaffte sich der Friedhofsausschuss einen Überblick über die aktuelle Situation der Anlage und sprach über mögliche Entwicklungen. Dabei wurde deutlich, dass sich auch hier der Wandel der Bestattungskultur bemerkbar macht.
Insgesamt gibt es auf dem Friedhof derzeit 887 Grabstätten in der Erde sowie 64 Plätze in Urnenstelen. Von den Stelenplätzen sind aktuell noch sieben frei. In den vergangenen fünf Jahren wurden 124 Nutzungsrechte verlängert. Darunter waren 57 Urnengräber und 67 Wahlgräber. Gleichzeitig wurden ebenfalls 124 neue Grabstellen erworben. Die Zahlen zeigen einen deutlichen Trend: Während lediglich 16 neue Plätze für Sargbestattungen angekauft wurden, entschieden sich 108 Angehörige für eine Urnenbestattung.
Aktuell sind auf dem Friedhof rund 140 Grabstätten frei. In den kommenden Jahren laufen außerdem weitere Nutzungsrechte aus. Im Jahr 2026 betrifft dies neun Gräber, 2027 vierzehn, 2028 dreizehn, 2029 erneut vierzehn und 2030 elf Grabstätten. In vielen Fällen können Angehörige die Nutzungsdauer gegen eine Gebühr verlängern. Ein Großteil dieser Gräber befindet sich im Bereich zwischen der Trauerhalle und der Mainzer Straße.
Neben der Bestandsaufnahme wurden auch neue Ideen für die Weiterentwicklung des Friedhofs diskutiert. Der Friedhofsausschuss prüft unter anderem die Anlage eines sogenannten Friedwingerts. Dabei handelt es sich um eine besondere Form der Grabgestaltung innerhalb einer kleinen Weinbergsfläche.
Zudem wird überlegt, ob künftig auch eine Fläche für Tuchbestattungen eingerichtet werden kann. Diese Bestattungsform spielt vor allem im muslimischen Glauben eine Rolle und wird in vielen Kommunen zunehmend nachgefragt.
Auch kleinere bauliche Maßnahmen sind geplant. Im Bereich unterhalb der Trauerhalle sollen die vorhandenen Waschbetonplatten ersetzt werden, da sich dort im Laufe der Zeit Unebenheiten gebildet haben und Stolperstellen entstanden sind. Ziel ist es, die Wege sicherer zu gestalten.
Mit diesen Überlegungen möchte die Gemeinde den Friedhof schrittweise an veränderte Bedürfnisse anpassen und zugleich als würdigen Ort der Erinnerung erhalten.
Text: VM/Redaktion Die Knipser





























