(v.l.) Lisa Kluge Weinköniging VG Wörstadt, Architekt Gerold Diehl, Conrad, Schulleiter Steffen Paulick, Frau Stephanie Jung, Andreas Schmand. Foto: Mirco Metzler/Die Knipser
Nach rund vier Jahren Bauzeit ist die Generalsanierung des sogenannten „52er-Gebäudes“ an der Neubornschule Wörrstadt abgeschlossen. Im Rahmen des Nachhaltigkeitstags der Schule wurden die modernisierten Räumlichkeiten nun offiziell übergeben.
Die Sanierung gliederte sich in drei Bauabschnitte: die energetische Erneuerung von Fassade und Dach, die Verbesserung von Brandschutz und Barrierefreiheit sowie die umfassende Sanierung des Kellergeschosses mit neuen Umkleiden, Duschen und WC-Anlagen. Darüber hinaus wurde der Innenausbau im Erd- und Obergeschoss vollständig erneuert.
„Mit der umfassenden Sanierung des 52er-Gebäudes haben wir einen wichtigen Schritt für eine moderne und zukunftsfähige Lernumgebung an unserer Neubornschule gemacht. Die energetische Erneuerung von Fassade und Dach verbessert nicht nur die Klimabilanz, sondern sorgt auch langfristig für geringere Betriebskosten. Gleichzeitig wurden Brandschutz und Barrierefreiheit auf den neuesten Stand gebracht. Auch wenn sich die Bauarbeiten länger hingezogen haben als ursprünglich geplant, freuen wir uns sehr, dass wir das Gebäude im vergangenen Sommer an die Schule übergeben konnten und nun optimale Bedingungen für den Schulalltag geschaffen sind“, sagt Bürgermeister Markus Conrad.
Die Vorplanungen für die Sanierung begannen bereits 2019, die Baugenehmigung wurde im November 2020 erteilt. Mit den Bauarbeiten wurde im Juli 2021 begonnen. Zunächst wurde das Dach mit neuen Gauben erneuert und gedämmt. Anschließend folgten die Erneuerung der Elektro- und Trinkwasserinstallationen sowie der Heizungsverteilung. Zudem wurden dezentrale Lüftungsgeräte eingebaut und die Fenster ausgetauscht.
Im weiteren Verlauf wurden die Innenräume modernisiert, die Kellerräume umfassend saniert und zwei außenliegende Fluchttreppen als zweiter Rettungsweg errichtet. Gleichzeitig erhielt das Gebäude eine neue Wärmedämmung an Fassade und Kelleraußenwänden sowie einen neuen Putz- und Anstrich.
Im Zuge der Kellerrenovierung mussten die Fußböden teilweise tiefergelegt werden, um die notwendige Raumhöhe für Umkleide- und Sanitärräume zu schaffen. Dazu wurden bestehende Bauteile entfernt und der Bodenaufbau mit Abdichtung und Wärmedämmung neu hergestellt.
Auch im Außenbereich wurden Anpassungen vorgenommen. Eine barrierefreie Rampe verbindet nun den Schulhof mit dem höherliegenden Erdgeschoss des Gebäudes. Dafür wurde auch die Außentreppe zum Eingang neu gestaltet.
Während der Bauarbeiten traten mehrere unvorhergesehene Herausforderungen auf. So musste im Kellergeschoss eine zusätzliche Unterfangung tragender Wände vorgenommen werden. Bei den Fundamentarbeiten für die Fluchttreppen stießen die Bauarbeiten zudem auf einen bislang unbekannten Heizöltank sowie auf Rohrleitungen und Kabel, die verlegt oder entfernt werden mussten. Auch im Außenbereich wurden Abwasserleitungen erneuert und die Kelleraußenwände neu abgedichtet und gedämmt.
Weitere Verzögerungen entstanden durch Lieferengpässe während der Coronavirus-Pandemie sowie durch Auswirkungen des Ukrainekrieges. Zudem musste ein Auftrag nach einer Firmeninsolvenz erneut ausgeschrieben werden. Auch die Arbeiten im angrenzenden Schulhof wurden ausgeweitet, um die Nutzbarkeit des Geländes zu verbessern.
Die ursprünglich für das Schuljahr 2022/23 geplante Fertigstellung verschob sich dadurch bis zum Schuljahr 2024/25. Seit dem Ende der Herbstferien 2024 wird das Erd- und Obergeschoss wieder für den Schulbetrieb genutzt. Die Fertigstellung der Umkleide- und Sanitärräume im Kellergeschoss erfolgte im April 2025.
Die Gesamtkosten der Generalsanierung belaufen sich auf rund 3,3 Millionen Euro. Vor Baubeginn war mit Kosten von etwa 2,25 Millionen Euro gerechnet worden.






























