Das neue Gemeindezentrum der Christusgemeinde Osthofen bietet auf zwei Etagen großzügige Räume für Gottesdienste, Veranstaltungen sowie Kinder- und Jugendarbeit. Fotos: Mirco Metzler/Die Knipser

Während die großen Kirchen in Deutschland weiterhin Mitglieder verlieren, entwickelt sich die Christusgemeinde in Osthofen gegen den Trend: Die freikirchliche Gemeinde wächst – und hat mit einem neuen Gemeindezentrum nun deutlich mehr Raum für ihre Aktivitäten geschaffen.
 
Im Backsteinweg entstand auf rund 1.200 Quadratmetern und zwei Etagen ein modernes Zentrum für Gottesdienste, Begegnung und Gemeindeleben. Das bisherige Gemeindehaus im Industriegebiet war angesichts steigender Mitglieder- und Besucherzahlen an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen. Seit der Gründung im Jahr 1996 ist die Gemeinde von etwa 40 auf heute rund 140 Mitglieder gewachsen.
 
Bundesweit zeigt sich ein anderes Bild: Nach Angaben der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Deutschen Bischofskonferenz traten im Jahr 2024 rund eine Million Menschen aus den beiden großen Kirchen aus. Gleichzeitig wurden zahlreiche Kirchengebäude aufgegeben oder Gemeinden zusammengelegt.
 
In Osthofen hingegen wurde auf Wachstum gesetzt. Auslöser für das neue Projekt war der Verkauf eines ehemaligen Fitnessstudios, das die Gemeinde im Jahr 2023 erwarb. Im Sommer 2024 begann der Umbau, der sich über knapp zwei Jahre erstreckte. Unter dem Motto „Fit4Life“ entstand ein vielseitig nutzbares Gemeindezentrum.
 
Herzstück ist ein großer Saal mit rund 200 Sitzplätzen, der für Gottesdienste, Konzerte und Veranstaltungen genutzt wird. Darüber hinaus stehen mehrere Räume für Kinder- und Jugendarbeit, Büros sowie Aufenthalts- und Begegnungsbereiche zur Verfügung. Ein Cafébereich im Obergeschoss lädt insbesondere nach Veranstaltungen zum Austausch ein, während im Erdgeschoss Räume für Kinderangebote sowie ein großer Veranstaltungsraum eingerichtet wurden.
 
Ein Großteil der Arbeiten wurde in Eigenleistung erbracht. Bis zu 30 Helfer waren zeitweise gleichzeitig im Einsatz, um Böden zu verlegen, Wände zu ziehen und weitere Ausbauarbeiten zu übernehmen. Insgesamt wurde das Projekt vollständig durch Spenden und Eigenmittel finanziert und kostete rund zwei Millionen Euro.
 
Mit dem neuen Gebäude will die Gemeinde nicht nur ihre eigenen Angebote erweitern, sondern auch einen offenen Treffpunkt für Menschen aus der Region schaffen. Neben Gottesdiensten umfasst das Programm unter anderem Kinder- und Jugendarbeit, Hauskreise, Seminare sowie verschiedene Begegnungsformate.
 
Die Einweihung des neuen Gemeindezentrums wurde bereits gefeiert. Ein weiterer Gottesdienst mit anschließender Möglichkeit zum Austausch und Rundgang durch das Gebäude findet am Sonntag, 29. März, um 10.30 Uhr statt.
 
Text: SSP/Redaktion Die Knipser /Miriam Krell-Christusgemeinde Osthofen