Foto: Eulen Ludwigshafen / Ralf Moray
Für Frederik Zepp könnte die vergangene Woche kaum besser gelaufen sein. „Es war eine gute Woche“, bilanziert der 19-Jährige selbst. Kurz nach dem bestandenen Abitur am Max-Planck-Gymnasium hat der talentierte Rückraumspieler beim Zweitligisten Eulen Ludwigshafen seinen ersten Profivertrag unterschrieben. Der Kontrakt läuft zunächst ein Jahr bis zum 30. Juni 2027.
Für Zepp, im Umfeld besser als „Freddy“ bekannt, ist dieser Schritt eine besondere Bestätigung: „Den Vertrag werte ich als Anerkennung durch den Verein“, sagt er. Die „Wertschätzung“ bedeute ihm viel. Gleichzeitig schafft ihm das bestandene Abitur Sicherheit für die Zukunft. „Ich will ein Studium beginnen“, erklärt der in Ludwigshafen geborene 1,91 Meter große Spieler, der seine genaue Fachrichtung derzeit noch auslotet.
Seine handballerische Laufbahn begann Zepp bei den Vereinen TV Rheingönheim und TSG Mutterstadt, ehe er im Handball-Leistungszentrum (HLZ) weiter gefördert wurde. Dort entwickelte sich der Rückraumspieler kontinuierlich weiter und schaffte es schließlich auch in die deutsche Jugend-Nationalmannschaft. Nun folgt mit dem Profivertrag der nächste Karriereschritt – gemeinsam mit seinen Teamkollegen und Freunden Tilo Müller und Lennart de Hooge.
Cheftrainer Michael Haaß traut dem Nachwuchsspieler viel zu: „Freddy ist in der A-Jugend-Bundesliga-Mannschaft eine zentrale Figur und hat bei seinen Einsätzen in der 3. Liga gute Leistungen gezeigt. Es ist ein spannender Spieler, den es zu fördern gilt.“ Bereits beim 37:33-Heimsieg gegen den TSV Bayer Dormagen am 4. März 2026 sammelte Zepp erste Einsatzminuten in der 2. Bundesliga.
Auch der Sportliche Leiter Christian Deller sieht großes Potenzial im Nachwuchstalent, mahnt jedoch zur Geduld: „Ich werte es grundsätzlich positiv, dass es uns gelungen ist, den Jungen an uns zu binden und ihm in der 2. und 3. Liga eine Plattform für seine Weiterentwicklung bieten zu können.“ Wichtig sei es, die Erwartungen nicht zu hoch anzusetzen und den Spielern Zeit zur Entwicklung zu geben.
Dass dieser Weg erfolgreich sein kann, zeigt der Blick auf andere Talente aus dem HLZ: Spieler wie Robin Eisel, Tim Schaller und Mihailo Ilic haben bereits den Sprung in den Profibereich geschafft und zählen inzwischen zu den Leistungsträgern der Eulen.
Für Frederik „Freddy“ Zepp beginnt damit ein neuer Abschnitt – einer, der sportlich wie persönlich viele Perspektiven eröffnet.
Text: LC/Redaktion Die Knipser/Eulen Ludwigshafen




























