Am Samstag, 18. April 2026, um 18 Uhr eröffnet in der Galerie im Burggrafiat Alzey die Ausstellung „Licht – 8 min 20 sec“ des Niersteiner Künstlers Eckard Meier-Wölfle. Zur Vernissage sind Besucherinnen und Besucher sowie ihre Freunde herzlich eingeladen.
Die Veranstaltung wird von Steffen Jung, Bürgermeister der Stadt Alzey, begrüßt. Die Einführung in die Ausstellung übernimmt der Künstler selbst.
Mit „Licht – 8 min 20 sec“ präsentiert Meier-Wölfle Malerei, Fotografie und Objekte, in denen das Licht als zentrales Gestaltungselement im Mittelpunkt steht. Der Künstler, der seit über 40 Jahren im südwestdeutschen Raum tätig ist, zeigt im Burggrafiat vorwiegend auf Leinwand entstandene Arbeiten.
Charakteristisch für sein Werk ist die intensive Auseinandersetzung mit dem Phänomen Licht. In seinen Arbeiten wird Licht nicht nur dargestellt, sondern selbst zum bildgestaltenden Element: Es lässt Farbe entstehen, schafft Tiefe und vermittelt nach Aussage des Künstlers das Prinzip von Leben selbst.
Die gezeigten Werke variieren zwischen groß- und kleinformatigen Arbeiten, die sich über mehrere Ausstellungsräume erstrecken. Waagerechte Bildformate erinnern an Landschaften und lassen Assoziationen an das rheinhessische Hügelland zu. Hochformate hingegen erzeugen Anklänge an sakrale Architektur und erinnern an Kirchenfenster und Kathedralen. Das Motiv des Fensters zieht sich dabei als wiederkehrendes Thema durch das Gesamtwerk.
Den Auftakt der Ausstellung bildet eine Fotoinstallation von Sonnenaufgängen. Der Titel „Licht – 8 min 20 sec“ verweist auf die Zeit, die das Sonnenlicht benötigt, um die Erde zu erreichen – durchschnittlich acht Minuten und zwanzig Sekunden.
Meier-Wölfles Malweise zeichnet sich durch transparente Farbschichtungen aus, die Licht scheinbar durch die Farbe hindurchscheinen lassen. Durch das Übereinanderlegen und teilweise Abtragen zahlreicher Farbschichten entsteht ein komplexer, vielschichtiger Bildraum. Der Künstler beschreibt seinen Stil als zugleich malerisch und konstruktiv.
Ergänzt wird die Ausstellung durch Objekte aus Zirbenholz in Kombination mit mundgeblasenem „Antikglas“. Die Zirbe, die im Hochgebirge wächst und bereits von den Kelten als „Baum des Lichts“ bezeichnet wurde, unterstreicht dabei die thematische Verbindung von Natur, Material und Licht.
Die Arbeiten von Eckard Meier-Wölfle zeichnen sich insgesamt durch eine meditative, ruhige Bildwirkung aus, die Betrachterinnen und Betrachter zur intensiven Auseinandersetzung mit Licht und Wahrnehmung einlädt.
Begleitend zur Ausstellung finden am Sonntag, 19. April 2026, sowie am 10. Mai 2026, jeweils um 16 Uhr, Führungen mit dem Künstler statt.




























