Bürgermeisterin Stefanie Lohr im Gespräch mit einer Mitarbeiterin der ebwo AöR vor der entsiegelten Gehwegfläche in der Cornelius‑Heyl‑Straße. Fotos: ebwo AöR

In der Cornelius-Heyl-Straße ist eine Entsiegelungsmaßnahme erfolgreich abgeschlossen worden. Innerhalb weniger Wochen verwandelte sich eine zuvor überwiegend versiegelte Fläche in einen neuen Grünbereich. Die Maßnahme wurde von der ebwo AöR umgesetzt.

„Mit der Maßnahme zeigen wir, wie einfach und wirkungsvoll Entsiegelung im Stadtgebiet umgesetzt werden kann. Gleichzeitig schaffen wir neue Lebensräume und stärken die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum“, erklärte Bürgermeisterin Stephanie Lohr.

Noch vor wenigen Wochen diente der Bereich als Gehweg und Schotterparkfläche. Nun wurde der westliche Gehwegabschnitt zwischen Kolpingstraße und Eisbachstraße vollständig zurückgebaut und neugestaltet. Asphaltflächen wurden entfernt und bislang als Parkfläche genutzte Bereiche in eine zusammenhängende Grünfläche integriert. Künftig steht die Fläche bewusst nicht mehr für parkende Fahrzeuge zur Verfügung.

Stattdessen profitieren die bestehenden Bäume von deutlich mehr Raum zur Entwicklung. Ergänzend wurde ein weiterer Baum gepflanzt, um die Baumreihe zu erweitern. Zur Abgrenzung der Fläche und zu ihrem Schutz wurden Findlinge zwischen den Bäumen platziert.

Auch gestalterisch setzt das Projekt neue Akzente: Neu angelegte, gemauerte Hochbeete strukturieren die Fläche und wurden unter anderem mit Blütenstauden bepflanzt. Perspektivisch soll sich hier eine artenreiche Vegetation entwickeln. Derzeit wirkt die Fläche noch karg – bewusst, denn eingesät wurde eine spezielle Mischung aus Wildblumen und -gräsern, die an trockene und nährstoffarme Standorte angepasst ist. In den kommenden Monaten soll daraus eine blühende Grünfläche entstehen, die vom Frühjahr bis in den Herbst hinein ökologische Vielfalt bietet.

Um das Anwachsen der Pflanzen zu sichern, ist der Bereich vorübergehend abgesperrt. So soll verhindert werden, dass die junge Vegetation beschädigt wird.

Neben der optischen Aufwertung leistet das Projekt auch einen Beitrag zum Klimaschutz: Durch die Entsiegelung kann Regenwasser wieder vor Ort versickern, die Kanalisation wird entlastet und das Mikroklima verbessert.

Die Umsetzung erfolgte im Rahmen des KIPKI-Förderprogramm. Die Arbeiten konnten dabei schneller als ursprünglich geplant abgeschlossen werden. Die Verantwortlichen bedanken sich bei Anwohnern und Verkehrsteilnehmern für ihr Verständnis während der Bauphase.

Text:LC/Redaktion Die Knipser/ebwo AöR