Grafiken: torsten becker stadtplaner

Dass es in Worms mittlerweile an allen Ecken und Enden an Wohnraum fehlt, kann nicht mehr wegdiskutiert werden. In verschiedenen Ausschüssen des Stadtrates wurde dieses Dilemma in den letzten Wochen vermehrt angesprochen und thematisiert. Vor allem in der Sozialraumanalyse kam dies überdeutlich zum Ausdruck.

Gleichzeitig steht mit dem Baugebiet „In den Lüssen“ eine Fläche von etwa 5 bis 7 Hektar zur Verfügung, deren Entwicklung bislang aber immer noch nicht abgeschlossen ist.

Bereits am 21. Januar 2021, also vor über fünf Jahren, wurden im Bauausschuss zwei Varianten zur weiteren Entwicklung dieses Wohngebiets vorgestellt und zur Abstimmung gebracht. Ziel war es, das Bebauungsplanverfahren voranzubringen und die Schaffung von Wohnraum zu ermöglichen.

Doch bis heute befindet sich das Projekt weiterhin nur in der Planungsphase. „Hier stellt sich für mich und die CDU-Fraktion die Frage, warum und wann es „In den Lüssen“ endlich zu konkreten Ergebnissen kommen kann,“ zeigte sich die stellvertretende Fraktions-Vorsitzende Marion Hartmann enttäuscht über den schleppenden Fortgang. Deshalb möchte sie in der kommenden Sitzung des Stadtrates vor allem von Bau- und Entwicklungsdezernent Timo Horst wissen, wie weit das Bebauungsplan-Verfahren derzeit fortgeschritten ist und wie der weitere Zeitplan aussieht.

„Die Öffentlichkeit muss wissen, wann die letzten Gespräche mit den potentiellen Entwicklern stattgefunden haben und welche konkreten Verfahrensschritte seit dem Grundsatzbeschluss vor mehr als fünf Jahren umgesetzt wurden,“ begründet Marion Hartmann, die auch stellvertretende Ortsvorsteherin in Neuhausen ist, ihre Anfrage.

Auch der Fraktionsvorsitzende Dr. Klaus Karlin pflichtet Marion Hartmann bei. „Wir müssen jetzt schnell wissen, wann wir mit der Erschließung des Baugebietes rechnen können und welche möglichen Verzögerungen aus heutiger Sicht absehbar sein könnten,“ so der CDU-Fraktionschef. „Die Wohnraum Situation in Worms entwickelt sich dramatisch, deshalb ist jetzt zielgerichtetes Handeln unbedingt erforderlich,“ macht Karlin deutlich.