Autorin Christine Halfmann (mitte) mit Citymanager Markus Krebs, Bürgermeister Steffen Jung und Museumsleiter Prof. Dr. Tim Kerig (v.l.n.r.) bei der Autogrammstunde im Museum Alzey. Fotos: Stadtverwaltung Alzey
Pünktlich zum Welttag des Buches hat die Stadt Alzey ihr erstes Kinderstadtbuch präsentiert – und dafür hätte es kaum einen passenderen Ort geben können als das Museum der Stadt Alzey. Zwischen Nymphenstein, Villa Rustica und Legionär bekamen zwei vierte Klassen der Nibelungenschule und der Albert-Schweitzer-Schule einen ganz besonderen Vorgeschmack auf das neue Buch. Genau dort also, wo auch die Figuren Mila, Paul und Roß Max auf Entdeckungstour gehen.
Schon bei der ersten Lesung wurde deutlich, worum es in dem Buch geht: um Abenteuer vor der eigenen Haustür, um spannende Geschichten aus der Vergangenheit und um die Frage, was die Stadt Alzey eigentlich alles zu erzählen hat. Die Reaktion der Kinder sprach für sich. Es wurde aufmerksam zugehört, begeistert geklatscht und bei der anschließenden Autogrammstunde mit Autorin Christine Halfmann war der Andrang groß.
Begrüßt wurden die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrkräfte von Bürgermeister Steffen Jung. Er dankte Christine Halfmann für die Idee und die Umsetzung des Buches und betonte, warum das Projekt für die Stadt Alzey so wichtig ist: „Wir wollen in der Stadt Alzey für alle Generationen etwas tun – für ältere Menschen, für Erwachsene, aber eben auch für Kinder. Dieses Kinderstadtbuch ist für euch! Es soll dabei helfen, dass Alzeyer Schülerinnen und Schüler noch mehr über die Stadt erfahren, in der sie leben.“
Möglich wurde das Projekt durch Fördermittel vom Land, welches im Rahmen des Modellvorhabens „Innenstadtimpulse“ 90 Prozent der Kosten übernommen hat. Insgesamt gibt es 3.000 Erstexemplare. Ein großer Teil davon wird in den kommenden Wochen an den Grundschulen in der Stadt Alzey verteilt. Weitere Exemplare sind anschließend kostenlos in der Tourist Information erhältlich.
Im Mittelpunkt des Buches stehen Mila und Paul, die gemeinsam mit Max, dem Pferd des Volkers von Alzey, ihre Stadt erkunden. Dabei stoßen sie auf große und kleine Geschichten, auf spannende Orte und überraschende Details aus der Vergangenheit sowie Protagonisten aus dem Stadtgeschehen, welche die Stadt bis heute prägen. Genau das macht das Kinderstadtbuch aus: Es vermittelt Wissen nicht trocken, sondern kindgerecht, lebendig und mit viel Freude am Entdecken.
Auch Museumsleiter Prof. Dr. Tim Kerig machte den Kindern direkt Lust auf mehr. Seine Botschaft: Das Museum ist ein Ort, an dem Geschichte nicht nur angeschaut, sondern erlebt werden darf. Passend dazu durfte vor der Lesung auch ein kleiner Schreiwettbewerb zwischen den Klassen nicht fehlen – sehr zur Freude der Kinder.
Christine Halfmann erklärte, dass sie mit dem Buch vor allem eines erreichen möchte: Kinder sollen neugierig auf ihre Stadt werden und sich in der Stadt Alzey zuhause fühlen. Bei der Lesung gab sie deshalb ganz unterschiedliche Einblicke in das Buch – von Schwefelquellen und Kurbetrieb in der Römerzeit über rheinhessisch-französische Sprachverwirrungen bis hin zur Geschichte der Nikolaikirche.
Am Ende nahmen die Kinder nicht nur ein eigenes Exemplar mit nach Hause, sondern vor allem die Lust, die Stadt Alzey selbst weiter zu entdecken – im Unterricht, mit Freundinnen und Freunden oder gemeinsam mit der Familie. Mit dem neuen Kinderstadtbuch schafft die Stadt Alzey einen liebevoll gestalteten Zugang zur eigenen Stadtgeschichte und macht jungen Leserinnen und Lesern Lust darauf, ihre Heimat oder Urlaubsort mit neuen Augen zu sehen.






























