Worms’ Bürgermeisterin Stephanie Lohr bewirbt sich um das Amt der Oberbürgermeisterin und will die Zukunft der Stadt aktiv mitgestalten. Fotos: Mirco Metzler/Die Knipser
Die Wormser Bürgermeisterin Stephanie Lohr will neue Oberbürgermeisterin der Nibelungenstadt werden. Mit einem klaren Bekenntnis zu ihrer Heimatstadt und dem Versprechen, Worms aktiv gestalten zu wollen, hat die CDU-Politikerin offiziell ihre Kandidatur angekündigt. Unterstützung erhält sie dabei geschlossen vom CDU-Kreisvorstand, den Ortsvorsitzenden sowie der Stadtratsfraktion. Die endgültige Entscheidung über die offizielle Nominierung soll bei der Mitgliederversammlung der CDU Worms am 26. Mai fallen.
Für Lohr ist die Kandidatur weit mehr als ein politischer Schritt – sie beschreibt sie als persönliche Herzensentscheidung. „Worms ist mein Zuhause“, erklärt die Bürgermeisterin. Die Stadt habe sie geprägt: ihre Familie, die Vereine, die Menschen und insbesondere der Gedanke des Zusammenhalts. Aufgewachsen in einer Wormser Winzerfamilie, habe sie früh gelernt, Verantwortung zu übernehmen und sich für andere einzusetzen.
Besonders prägend sei für sie auch ihr jahrzehntelanges Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr Worms gewesen. Seit ihrem elften Lebensjahr gehörte sie der Feuerwehr an, bis 2021 auch aktiv im Einsatzdienst. „Ich weiß, was es bedeutet, da zu sein, wenn es darauf ankommt – Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu tragen“, betont Lohr. Genau diese Haltung wolle sie nun auch an der Spitze der Stadt einbringen.
Seit November 2021 gehört Stephanie Lohr als Bürgermeisterin zur Wormser Stadtspitze. Als Leiterin des Dezernats II verantwortet sie zentrale Bereiche wie Sicherheit und Ordnung, Wirtschaftsförderung sowie gesellschaftliche Themen. Zuvor war die Juristin unter anderem Landtagsabgeordnete in Rheinland-Pfalz und arbeitete in leitenden Funktionen bei den Technischen Werken Ludwigshafen.
In ihrer Bewerbung macht Lohr deutlich, dass sie Worms vor großen Herausforderungen sieht. Die Veränderungen seien sowohl in der Innenstadt als auch in den Vororten spürbar. Fehlende Hausärzte, leerstehende Geschäfte und der Verlust sozialer Treffpunkte beschäftigten viele Menschen. Gleichzeitig müsse die Wirtschaft gestärkt werden, damit Arbeitsplätze langfristig in der Stadt bleiben.
„Darüber darf man nicht nur reden, man muss handeln“, erklärt Lohr. Verantwortung bedeute für sie nicht, Probleme lediglich zu verwalten, sondern Lösungen zu schaffen und Menschen zusammenzubringen. Worms verfüge über enormes Potenzial: engagierte Bürger, starke Vereine und eine gewachsene Wirtschaft. Dieses Potenzial müsse jedoch stärker miteinander vernetzt werden.
Auch innerhalb der CDU wird Lohr als Kandidatin mit Führungsstärke und hoher Fachkompetenz beschrieben. CDU-Fraktionssprecher Dr. Klaus Karlin hebt insbesondere ihre Mischung aus juristischem Sachverstand und sozialer Kompetenz hervor. Marion Hartmann, stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende, beschreibt Lohr als verlässlichen Menschen mit großem ehrenamtlichem Engagement: „Sie geht im wahrsten Sinne des Wortes für andere durchs Feuer.“
Der amtierende Oberbürgermeister Adolf Kessel hatte Ende April angekündigt, sein Amt aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen zum 31. Dezember 2026 niederzulegen. Damit endet seine Amtszeit mehrere Monate früher als ursprünglich vorgesehen. Die Oberbürgermeisterwahl in Worms findet am 13. September 2026 statt, eine mögliche Stichwahl ist für den 27. September angesetzt.
Stephanie Lohr verbindet ihre Kandidatur mit einer klaren Botschaft: „Ich möchte, dass wir wieder mit mehr Zuversicht auf Worms schauen. Dass wir sehen, was möglich ist – und es gemeinsam anpacken.“ Für sie sei klar: Der Weg werde nicht einfach, aber genau deshalb wolle sie ihn gehen – „nicht für mich, sondern für Worms“.
Text: LC/Redaktion Die Knipser





























