Archivfoto: Mirko Müller/Die Knipser
Wenn im Spätsommer eine neue Oberbürgermeisterin / ein neuer Oberbürgermeister gewählt wird, werden in den Wahllokalen wieder viele Wahlhelfer gebraucht werden. Nachdem der Landesrechnungshof nach der Landtagswahl die Vorgehensweise der Stadt kritisiert hatte, wäre es nun, und nicht bei dieser Wahl, wünschenswert, wenn sich vermehrt Bürgerinnen und Bürger für diesen Dienst bereit erklären würden.
Bei der Landtagswahl wurden mehr als die Hälfte der Wahlhelfer mit städtischen Bediensteten besetzt. „Das war früher ganz anders,“ stellt Hans- Peter Weiler, Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Stadtrat fest. „Zu meiner Zeit als Abenheimer Ortsvorsteher konnten wir fast alle Wahlvorstände bei uns im Ort mit Freiwilligen aus Abenheim besetzen,“ berichtet er. Sowohl er als auch seine Ortsbeiratskollegen hätten immer ausreichend Helfer rekrutieren können. „Natürlich war da die persönliche Ansprache wichtig. In einem Gespräch von Mensch zu Mensch sei da viel mehr möglich gewesen als durch einen unpersönlichen Aufruf über die Zeitung,“ sagt das CDU-Stadtratsmitglied nicht ohne Bedauern.
Auch die Kreisvorsitzende der CDU, Stephanie Lohr, sieht die Wichtigkeit der bürgerlichen Beteiligung. „Das Ehrenamt ist der Mutterboden der Demokratie. Nur wenn sich die Bürgerinnen und Bürger für ihre Stadt engagieren, kann das gemeinsame Engagement zum Erfolg für die Kommune wie auch deren Bürger führen,“ so Lohr. Dies beginne in erster Linie damit, dass möglichst viele von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Und genauso wichtig sei es unterstützend tätig zu sein, damit Wahlen ordnungsgemäß und gesetzeskonform stattfinden können. „Sich hierbei als Wahlhelfer zur Verfügung zu stellen, ist ein elementar wichtiger Dienst an der Demokratie,“ sagt Stephanie Lohr voller Überzeugung.
Hans-Peter Weiler würde sich wünschen, wenn zukünftig wieder mehr die Ortsbeiräte und Ortsvorsteher in die Suche nach freiwilligen Wahlhelfern eingebunden werden. „Vor Ort hat man da doch ganz andere Möglichkeiten der Ansprache,“ ist sich Weiler sicher. „Und für diejenigen, die sich freiwillig zu einem solchen Dienst bereit erklären, muss auch die Anmeldung möglichst unbürokratisch und niederschwellig sein. Denn die Bedeutung des Wahlhelfer- Dienstes kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.“






























