Minutenlanger Applaus für Stephanie Lohr: Die CDU Worms hat die Bürgermeisterin einstimmig zu ihrer Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahl 2026 gewählt. Fotos: Mirco Metzler/Die Knipser
Die CDU Worms hat Bürgermeisterin Stephanie Lohr am Dienstagabend einstimmig zu ihrer Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahl 2026 gewählt. Bei der Nominierungsversammlung in der Kapelle der Prinz-Carl-Anlage zeigte sich die Partei geschlossen hinter ihrer Kreisvorsitzenden. Die Kapelle war bis auf den letzten Platz besetzt, zahlreiche Gäste verfolgten die Veranstaltung im Stehen.
Bereits beim Gang ans Rednerpult erhielt Lohr langanhaltenden Applaus. Nach ihrer rund 20-minütigen Bewerbungsrede sowie nach der Bekanntgabe des einstimmigen Ergebnisses erhoben sich die Mitglieder erneut zu minutenlangem Beifall.
Klare Botschaft zur Kandidatur
„Worms ist mein Zuhause“, betonte Lohr zu Beginn ihrer Rede. Sie schilderte das Gefühl, nach einer Reise die Silhouette des Doms oder der Klausenbergkapelle zu sehen und zu wissen: „Hier gehöre ich hin.“ „Und genau deshalb“, führte Lohr fort, „stehe ich heute vor euch und sage aus tiefster Überzeugung: Ja, ich will die Oberbürgermeisterin unserer Stadt werden.“
In ihrer Bewerbungsrede verband die Bürgermeisterin persönliche Erfahrungen mit ihrem politischen Führungsanspruch. Sie sprach über ihre enge Heimatverbundenheit, ihr 25-jähriges Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr sowie ihren beruflichen Werdegang als Volljuristin mit MBA-Abschluss und erfahrene Dezernentin.
Besonders eindringlich schilderte Lohr ihre Erlebnisse beim Einsatz nach der Explosion bei Schill Malz im Jahr 2008, bei dem ein Kamerad sein Leben verlor und der damalige Feuerwehrchef lebensgefährlich verletzt wurde. Dieses Ereignis habe sie nachhaltig geprägt und ihr Verständnis von Verantwortung definiert.
„Verantwortung ist keine graue Theorie“, sagte Lohr. „Sie zeigt sich in der Fähigkeit, einen kühlen Kopf zu behalten und Orientierung zu geben, wenn andere es gerade nicht können.“
Fokus auf Erfahrung und Sachverstand
Inhaltlich präsentierte sich Lohr als qualifizierte Kandidatin mit umfassender Verwaltungs- und Führungserfahrung. Ihre politische Vision richte sich an den zentralen Zukunftsfeldern der Stadt aus. Dabei grenzte sie ihren Führungsstil deutlich von kurzfristiger Inszenierung und rein populistischen Zuspitzungen ab.
„In den entscheidenden Momenten unseres Lebens suchen wir keine Show. Wir suchen Professionalität. Wir suchen Sachverstand. Wir suchen Klarheit.“
Mit Blick auf die kommenden Monate skizzierte Lohr zudem, wie sie und ihr Team den bevorstehenden Wahlkampf führen wollen. Für sie sei eine Kampagne kein bequemes Ausruhen auf Erfolgen der Vergangenheit, sondern eine aktive Einladung zum Dialog.
„Ich will einen Wahlkampf, der sich an zwei Dingen misst: an den besten Ideen für unsere Stadt – und an der Frage, wer das Rüstzeug, die Erfahrung und die Fähigkeiten besitzt, dieses anspruchsvolle Amt verlässlich auszufüllen“, betonte Lohr.
Man werde sich von „Miesmachern und Meckerern in den sozialen Medien“ nicht verrückt machen lassen. Der Stil der CDU stehe im gesamten Wahlkampf für Anstand, Fairness, gegenseitigen Respekt und konkrete Ergebnisse für die Bürgerinnen und Bürger von Worms.
Geschlossene Unterstützung aus der CDU
Prominente Unterstützung erhielt Lohr aus den eigenen Reihen. Der Wormser Bundestagsabgeordnete Jan Metzler bezeichnete sie als „das beste Angebot, das wir dieser Stadt machen können“. Worms sei „reif für eine Oberbürgermeisterin“.
Auch der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion, Dr. Klaus Karlin, stellte sich geschlossen hinter die Kandidatin. Lohr sei „zielorientiert, belastbar und führungsstark“. Sie verbinde juristische Kompetenz, wirtschaftliche Erfahrung und großes Einfühlungsvermögen.
Zum Abschluss der Versammlung zeigte sich Lohr tief bewegt vom Vertrauensvotum der Partei. „Packen wir es gemeinsam an für unser Worms!“, rief sie den Mitgliedern unter erneut langem Applaus zu.
Mit der einstimmigen Nominierung startet die CDU Worms geschlossen in den Oberbürgermeisterwahlkampf 2026.
Text: LC/Redaktion Die Knipser/CDU Worms





























