Mit einem Großaufgebot bekämpften Feuerwehrkräfte am Samstag den Brand auf einem Wertstoffhof in Gundersheim. Unterstützt wurden sie dabei von der Werkfeuerwehr Röhm, die ihr Turbolöschfahrzeug mit Flugzeugtriebwerk zur Brandbekämpfung einsetzte. Fotos: Mirko Müller/Die Knipser/privat

Ein Großbrand auf dem Gelände eines Wertstoffhofs in Gundersheim hat am Samstag, 6. Juni 2026, einen umfangreichen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Zahlreiche Einsatzkräfte aus der Region waren stundenlang im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Unterstützung erhielten sie dabei auch von der Werkfeuerwehr Röhm aus Worms, die mit Spezialtechnik anrückte.

Der Brand war am Nachmittag gegen 16.15 Uhr auf dem Betriebsgelände ausgebrochen. Bereits kurze Zeit später war eine dichte und weithin sichtbare Rauchsäule über der Verbandsgemeinde Wonnegau zu erkennen. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an und leitete umfangreiche Löschmaßnahmen ein.

Insgesamt waren rund 90 Einsatzkräfte vor Ort. Aufgrund der Ausdehnung des Brandes und der örtlich begrenzten Wasserversorgung musste das Löschwasser über längere Wegstrecken zur Einsatzstelle transportiert werden. Dies stellte die Einsatzkräfte vor zusätzliche Herausforderungen.

Besondere Unterstützung kam von der Werkfeuerwehr Röhm. Sie setzte ihr sogenanntes Turbolöschfahrzeug ein. Dabei handelt es sich um ein Spezialfahrzeug, das mit einem umgebauten Flugzeugtriebwerk ausgestattet ist. Durch den enormen Luftstrom können Löschwasser und Löschschaum mit hoher Wucht in Brandherde eingebracht werden. Gleichzeitig eignet sich die Technik besonders gut, um Glutnester in großen Abfall und Schrottbergen freizulegen und gezielt abzulöschen.

Gegen 18 Uhr konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden. Dennoch dauerten die Nachlöscharbeiten bis in die Abend und Nachtstunden an. Um ein erneutes Aufflammen des Brandes zu verhindern, mussten betroffene Bereiche weiterhin gekühlt und kontrolliert werden.

Während des Einsatzes wurde das Gelände großräumig abgesperrt. Die starke Rauchentwicklung führte zeitweise zu Verkehrsbehinderungen in der Umgebung. Vorsorglich wurden Warnmeldungen über entsprechende Informationssysteme veröffentlicht.

Nach bisherigen Erkenntnissen wurden bei dem Brand keine Personen verletzt. Zur Ursache des Feuers sowie zur Höhe des entstandenen Sachschadens liegen derzeit noch keine offiziellen Angaben vor. Die Ermittlungen der zuständigen Behörden dauern an.

Die weithin sichtbare Rauchsäule und das Großaufgebot der Feuerwehr sorgten am Samstag für Aufmerksamkeit weit über die Grenzen der Verbandsgemeinde Wonnegau hinaus. Dank des schnellen Eingreifens der Einsatzkräfte konnte jedoch eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert werden.

Text: MM/Redaktion Die Knipser