Die KZ-Gedenkstätte Osthofen bleibt für Besucher geöffnet – nach einem mutmaßlichen Cyberangriff sind jedoch wichtige digitale Angebote und Internetseiten vorübergehend offline. Archivfoto: Mirco Metzler/Die Knipser
Die Internetseiten der KZ-Gedenkstätte Osthofen, des NS-Dokumentationszentrums Rheinland-Pfalz sowie weiterer Einrichtungen der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz sind seit Ende Mai nicht erreichbar. Hintergrund ist ein mutmaßlicher Cyberangriff auf die IT-Systeme der Landeszentrale.
Nach Bekanntwerden des Vorfalls wurden die betroffenen Systeme vorsorglich vom Netz genommen und umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet. Gemeinsam mit IT-Experten, den Ermittlungsbehörden und dem Landesdatenschutzbeauftragten wird derzeit untersucht, welche Auswirkungen der Angriff hatte und ob möglicherweise personenbezogene Daten betroffen sind.
Während die Ermittlungen auf Hochtouren laufen, gibt es für Besucher der Gedenkstätte Osthofen Entwarnung. Der Betrieb vor Ort läuft weiterhin ohne Einschränkungen. Führungen, Schulklassenbesuche, Veranstaltungen sowie Ausstellungsbesuche können wie geplant stattfinden. Alle bereits angemeldeten Gruppen werden weiterhin betreut, auch die laufenden Bildungsangebote sind von den technischen Problemen nicht betroffen.
Spürbar sind die Folgen des Vorfalls allerdings in der digitalen Kommunikation. Die Webseiten der Einrichtungen dienen normalerweise als zentrale Informationsplattform für Besucher, Schulklassen und Interessierte. Dort finden sich Informationen zu Ausstellungen, Veranstaltungen, Öffnungszeiten sowie Anmeldemöglichkeiten. Durch den Ausfall können derzeit zahlreiche Online-Angebote nicht genutzt werden.
Auch der Versand von Newslettern und Veranstaltungshinweisen ist vorübergehend nicht möglich. Darüber hinaus können Publikationen aktuell nicht wie gewohnt über die Internetseiten bestellt werden.
Die Verantwortlichen arbeiten nach eigenen Angaben intensiv daran, die Ursache des Angriffs zu klären und die Systeme wieder sicher in Betrieb zu nehmen. Wann die Webseiten wieder online gehen können, ist derzeit noch offen.
Für die Gedenkstätte Osthofen, die jährlich zahlreiche Schulklassen, Besuchergruppen und Einzelgäste empfängt, bleibt die persönliche Bildungs- und Erinnerungsarbeit jedoch weiterhin gewährleistet. Trotz der digitalen Einschränkungen können Besucher die Dauerausstellung sowie aktuelle Sonderausstellungen unverändert besuchen.
Der Vorfall zeigt zugleich, wie stark öffentliche Einrichtungen inzwischen von funktionierenden digitalen Angeboten abhängig sind. Neben der Vermittlungsarbeit dienen die Internetseiten auch als wichtige Schnittstelle für Anmeldungen, Informationen und die Kommunikation mit Besuchern. Bis zur vollständigen Wiederherstellung der Systeme müssen Interessierte daher vorübergehend auf alternative Kontaktwege zurückgreifen.
Text: MM/Redaktion Die Knipser






























