Blühende Streuobstwiese in Hessen: Das Land fördert künftig Pflanzung, Pflege, Ernte und regionale Verwertung von Obstbäumen. Fotos: HMLU
Das Land Hessen baut die Unterstützung für Streuobstwiesen deutlich aus. Mit einer neuen Streuobstrichtlinie fördert das Hessische Heimatministerium künftig nicht nur die Pflanzung und Pflege von Obstbäumen, sondern auch die Ernte sowie den Aufbau regionaler Verarbeitungs- und Annahmestrukturen.
Erstmals können auch Privatpersonen, Vereine, Verbände sowie landwirtschaftliche Betriebe Fördermittel beantragen. Ziel ist es, die traditionellen Streuobstwiesen langfristig zu erhalten und gleichzeitig ihre wirtschaftliche Nutzung in regionalen Wertschöpfungsketten zu stärken.
Neben der Neupflanzung hochstämmiger Obstbäume liegt ein besonderer Fokus auf der Pflege bestehender Bestände, insbesondere auch älterer Bäume. Zusätzlich werden Maßnahmen wie die Ernte von Streuobst sowie die Einrichtung von Annahmestellen und Keltereien gefördert.
Für die Umsetzung stellt das Land jährlich bis zu eine Million Euro bereit.
Landwirtschaftsminister Ingmar Jung betont: „Streuobstwiesen sind hessisches Kulturgut und wichtige Lebensräume für Artenvielfalt. Mit der neuen Förderung sichern wir ihren Erhalt und stärken ihre nachhaltige Nutzung.“
Antragsberechtigt sind unter anderem Privatpersonen, Vereine, Verbände und kleine sowie mittlere Betriebe. Die Antragstellung erfolgt online und muss vor Beginn der Maßnahmen erfolgen.