Mario Adorf prägte die Geschichte der Nibelungen-Festspiele von Beginn an. Beim Erinnerungsabend im WORMSER sprechen seine Tochter Stella Adorf und Maria Schrader über den großen Künstler und Menschen. Foto: Rudolf Uhrig

Er war Schauspiellegende, Wegbereiter und eine prägende Persönlichkeit der Nibelungen-Festspiele: Zum Gedenken an den kürzlich verstorbenen Mario Adorf laden die Nibelungen-Festspiele am Mittwoch, 22. Juli, um 19.30 Uhr zu einem besonderen Erinnerungsabend in den Mozartsaal des WORMSER Kulturzentrums ein.

Unter dem Titel „Mario Adorf – ein Abend der Erinnerung“ sprechen Adorfs Tochter Stella Adorf und Maria Schrader, die bei den ersten Nibelungen-Festspielen 2002 als Kriemhild auf der Bühne stand, mit Moderator Rüdiger Suchsland über ihre persönlichen Erinnerungen an den Menschen und Künstler Mario Adorf. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung wird erbeten.

Mario Adorf war von Beginn an eng mit den Nibelungen-Festspielen verbunden. Noch bevor das Festival seinen heutigen Namen trug, unterstützte er die Idee und trug entscheidend dazu bei, dass aus einer mutigen Theaterinitiative ein überregional beachtetes Kulturereignis entstehen konnte.

Im Jahr 2002 verkörperte Adorf bei der ersten Festspielinszenierung vor dem Wormser Dom den Hagen. Mit seiner außergewöhnlichen Bühnenpräsenz und seiner schauspielerischen Kraft begeisterte er Publikum und Kritiker gleichermaßen. Sein Engagement und seine künstlerische Qualität halfen dabei, die jungen Festspiele bekannt zu machen und ihnen eine besondere Strahlkraft zu verleihen.

Auch in den folgenden Jahren blieb Adorf den Nibelungen-Festspielen eng verbunden – auf der Bühne ebenso wie hinter den Kulissen. Zuletzt war er 2022 in der Inszenierung „hildensaga“ als Stimme und Gesicht des Orakels zu erleben. Darüber hinaus arbeitete er bis zuletzt als Mitglied des Kuratoriums an der Weiterentwicklung des Festivals mit.

Mit dem jährlich verliehenen Mario-Adorf-Preis für künstlerische Qualität bleibt sein Name dauerhaft mit den Nibelungen-Festspielen verbunden.

Petra Simon, Geschäftsführerin der Nibelungen-Festspiele Worms, erklärt: „Mario Adorf ist fest mit der Geschichte der Festspiele verbunden. Deshalb war es uns wichtig, dass wir einen Abend lang gemeinsam zurückblicken können – auf ihn als Künstler und auch als Menschen.“

Der Erinnerungsabend soll unterschiedliche Facetten seines Lebens und Wirkens sichtbar machen: die persönliche Perspektive seiner Familie ebenso wie die Erinnerungen an die Anfänge der Nibelungen-Festspiele.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 22. Juli 2026, um 19.30 Uhr im Mozartsaal des WORMSER Kulturzentrums statt. Einlass ist ab 19 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung unter info@nibelungenfestspiele.de wird gebeten.

Text: SSP/Redaktion Die Knipser/Nibelungenfestspiele gGmbH