Bürgermeisterin Stephanie Lohr gedachte der Opfer des Faschismus und legte im Namen der Stadt Worms einen Kranz am Mahnmal nieder. Fotos: Stadt Worms
Anlässlich des Gedenkens an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus hat Bürgermeisterin Stephanie Lohr am Otto-Wels-Platz einen Kranz niedergelegt und der Opfer des Faschismus gedacht. Dabei würdigte sie zugleich den Mut der Menschen, die sich der nationalsozialistischen Diktatur entgegenstellten.
Der 20. Juli erinnert an den gescheiterten Attentatsversuch von Claus Schenk Graf von Stauffenberg und seinen Mitverschwörern auf Adolf Hitler im Jahr 1944. Ziel der Widerstandskämpfer war es, das nationalsozialistische Regime zu beenden und den Weg für ein freies und friedliches Deutschland zu bereiten.
Widerstand gegen Unrecht und Diktatur
Bei ihrer Ansprache am Mahnmal der Opfer des Faschismus am Lutherring betonte Lohr, dass die Bedeutung des 20. Juli nicht allein im Scheitern oder Gelingen des Attentats liege. Entscheidend sei vielmehr der Mut der Menschen gewesen, die sich bewusst gegen Unrecht, Diktatur und Krieg gestellt hätten.
„Sie entschieden sich gegen das Schweigen und für verantwortungsvolles Handeln. Sie riskierten ihr eigenes Leben für die Hoffnung auf ein freies und friedliches Deutschland“, erklärte Lohr.
Sie erinnerte daran, dass der Widerstand gegen das NS-Regime viele unterschiedliche Formen angenommen habe. Neben den Attentätern des 20. Juli hätten auch Gruppen und Einzelpersonen wie die Weiße Rose, Georg Elser und die Rote Kapelle Widerstand geleistet.
„Sie alle einte das Ziel, einem Unrechtsstaat ein Ende zu setzen, der Millionen Menschen das Leben kostete: Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, politische Gegnerinnen und Gegner, Menschen mit Behinderungen, Homosexuelle, Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter und unzählige weitere Opfer“, so Lohr.
Erinnerung als Auftrag für die Gegenwart
In ihrer Rede stellte die Bürgermeisterin auch den Bezug zur heutigen Zeit her. Die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus sei nicht nur ein Blick zurück, sondern eine Verpflichtung für die Gegenwart.
„Geschichte dient nicht allein der Erinnerung. Sie ist auch Auftrag für die Gegenwart“, betonte Lohr.
Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenwürde müssten immer wieder aufs Neue geschützt werden. Angesichts zunehmender gesellschaftlicher Spannungen, demokratiefeindlicher Entwicklungen und wachsender Menschenfeindlichkeit sei es Aufgabe aller Bürgerinnen und Bürger, Verantwortung zu übernehmen und Haltung zu zeigen.
Zivilcourage, demokratisches Engagement und der Einsatz für Freiheit, Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit seien nach den Worten der Bürgermeisterin die Grundlage für ein friedliches und offenes Zusammenleben.
Text: LC/Redaktion Die Knipser/Stadtverwaltung Worms




























