Starkes Signal für die Gastronomie: Die Abschaffung der Schankerlaubnissteuer in Worms zeigt, dass engagierte Interessenvertretung konkrete Veränderungen bewirken kann. Foto: KI-generiert

Die Gastronomie steht aktuell vor großen Herausforderungen: steigende Kosten, Fachkräftemangel, zunehmende bürokratische Anforderungen und wirtschaftlicher Druck prägen den Alltag vieler Betriebe. Umso wichtiger ist eine starke Interessenvertretung auf kommunaler Ebene. Dass sich engagiertes Handeln auszahlen kann, zeigt ein aktuelles Beispiel aus Worms.

Ende April 2026 beschloss der Wormser Stadtrat die Abschaffung der Schankerlaubnissteuer. Damit entfällt für die örtlichen Gastronomiebetriebe eine finanzielle Belastung, die viele Unternehmen über Jahre begleitet hatte. Gleichzeitig setzt die Stadt ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung gegenüber einer Branche, die maßgeblich zum wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und touristischen Leben beiträgt.

Für zahlreiche gastronomische Betriebe stellte die Schankerlaubnissteuer eine zusätzliche Belastung dar. Besonders größere Unternehmen mussten jährlich erhebliche Beträge aufbringen, ohne dass daraus ein erkennbarer Mehrwert für die Betriebe entstand. Auch in Worms war die Thematik daher seit längerer Zeit präsent.

Der entscheidende Impuls für die politische Initiative entstand Anfang 2026 durch den Austausch mit Branchenkollege Thomas Langhauser. Er hatte maßgeblich dazu beigetragen, dass die Schankerlaubnissteuer im Landkreis Südliche Weinstraße bereits zum 31. Dezember 2025 abgeschafft wurde. Dieses erfolgreiche Beispiel machte deutlich: Veränderungen auf kommunaler Ebene sind möglich, wenn Anliegen frühzeitig, sachlich und konstruktiv eingebracht werden.

Diesen Weg verfolgte auch Gregor John, Kreisvorsitzender des DEHOGA Worms. Er suchte gezielt den Dialog mit politischen Entscheidungsträgern und kommunalen Verantwortlichen, um die Herausforderungen des Gastgewerbes sichtbar zu machen. Im Mittelpunkt stand dabei insbesondere die Forderung nach einer Abschaffung der Schankerlaubnissteuer.

In mehreren Gesprächen mit politischen und kommunalen Akteuren wurde die wirtschaftliche Bedeutung der Gastronomie für Worms ebenso thematisiert wie die aktuellen Belastungen der Betriebe. Der Austausch mit dem Bundestagsabgeordneten Jan Metzler (CDU), der Wormser Bürgermeisterin Stephanie Lohr (CDU), der Wirtschaftsförderung, der Tourist Information sowie dem Wormser Baudezernenten Timo Horst (SPD) verlief konstruktiv und lösungsorientiert.

Besonders positiv wurde die Offenheit bewertet, mit der die Anliegen der Branche aufgenommen wurden. Die Gespräche zeigten, dass ein direkter Austausch zwischen Gastronomie, Politik und Verwaltung wichtige Impulse setzen kann.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Mit der Entscheidung des Stadtrates zur Abschaffung der Schankerlaubnissteuer setzt Worms ein klares Signal zugunsten der Gastronomie und des Wirtschaftsstandorts. Für den DEHOGA-Kreisverband Worms ist dieser Erfolg mehr als die Abschaffung einer kommunalen Abgabe. Er zeigt, dass kontinuierliche Interessenvertretung Wirkung entfalten kann und dass gemeinsames Engagement konkrete Verbesserungen ermöglicht.

Die Entscheidung aus Worms macht deutlich: Wenn Branche, Politik und Verwaltung im Dialog bleiben, können aus Herausforderungen erfolgreiche Lösungen entstehen.

Text: LC/Redaktion Die Knipser/DEHOGA-Kreisverband Worms