Ärger um Saatkrähen: CDU bringt Thema in den Ortsbeirat

Hunderte Saatkrähen in den Bäumen, Lärm und Verschmutzungen durch Kot: Die CDU-Ortsbeiratsfraktion sieht in Horchheim zunehmende Belastungen durch die Vögel. Mit einem Antrag will sie das Thema in die nächste Sitzung des Ortsbeirats bringen und gemeinsam mit Bürgern und Stadtverwaltung über die Situation und mögliche Handlungsmöglichkeiten sprechen.
Nach Einschätzung der CDU hat sich die Situation in den vergangenen Jahren verschärft. Als besonders betroffen nennt die Fraktion den Friedhof, den Marktplatz, Bereiche entlang des Eisbachs und am Kindergarten sowie das Umfeld des Schlafplatzes hinter dem Sportplatz. Darüber hinaus verweist sie auf Schäden an Kirschen, Saat und Getreide.
„Uns geht es darum, dass die Bürger ihre Probleme benennen können und erfahren, was tatsächlich getan werden kann“, erklärt Monika Stellmann, Vorsitzende der CDU Horchheim/Weinsheim.
Rechtliche Grenzen für die Stadt
Der CDU-Fraktion sei bewusst, dass der Umgang mit Saatkrähen durch übergeordnete gesetzliche Vorgaben geregelt ist. Dennoch müsse geprüft werden, welche Möglichkeiten vor Ort bestehen. Wo die Stadt selbst nur eingeschränkte Handlungsmöglichkeiten habe, solle sie sich nach Auffassung der CDU bei den zuständigen übergeordneten Stellen für Lösungen einsetzen.
Auch Bürgermeisterin und Oberbürgermeister-Kandidatin Stephanie Lohr sieht die Handlungsmöglichkeiten der Kommunen als begrenzt an. Sie erklärt, die Stadtverwaltung verstehe den Unmut über Lärm und Verschmutzungen. Durch das europäische und nationale Artenschutzrecht seien Eingriffe oder Vergrämungsmaßnahmen jedoch mit hohen rechtlichen Hürden verbunden. Die Stadt schöpfe die rechtlich möglichen Maßnahmen aus, könne den bestehenden Rahmen aber nicht eigenmächtig überschreiten.
Mit ihrem Antrag fordert die CDU ein offenes Informations- und Diskussionsformat. Die Verwaltung soll dabei über die aktuelle Situation, rechtliche und praktische Handlungsmöglichkeiten sowie die Pläne der Stadt und übergeordneter Stellen informieren.
„Wir wollen nicht einfach hinnehmen, dass die Belastungen für die Menschen zunehmen“, sagt Stellmann. Wo Handlungsspielräume bestünden, sollten diese genutzt werden. Gleichzeitig müsse dort, wo der Stadt Grenzen gesetzt seien, nach Auffassung der Fraktion auf übergeordneter Ebene nach Lösungen gesucht werden.
Eingereicht wurde der Antrag von Fraktionssprecher Dr. Rupert Schnell und Monika Stellmann.
Text: LC/ Redaktion Die Knipser · Quelle: CDU-Ortsbeiratsfraktion Worms-Horchheim
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Foto: Monika Stellmann
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